Sporter des Jahres Freisteller Sportlerwahl Sportlergala Freisteller

Zweistromland: Es war Brandstiftung

Letzte Aktualisierung:
Zweistromland
Großeinsatz für die Aachener Feuerwehr am frühen Montagmorgen. Aus dem Restaurant „Zweistromland” neben der Baustelle des neuen Tivoli schlugen Flammen. Foto: Jaspers

Aachen. Also doch: Der spektakuläre Großbrand zwischen altem und neuem Tivoli in der Nacht zum Montag ist vorsätzlich gelegt worden. Und: Der Sachschaden wird von der Polizei doppelt so hoch geschätzt wie unabhängige Beobachter ursprünglich angenommen hatten: auf eine Million Euro.

„Brandstiftung war die Ursache des Feuers im Restaurant Zweistromland an der Krefelder Straße”, teilte Polizeisprecher Michael Houba am Donnerstag mit. Zu diesem Ergebnis seien die Brandexperten der Kriminalpolizei und ein hinzugezogener Sachverständiger gekommen.

Das Feuer war von einem Lkw-Fahrer gegen 2.30 Uhr entdeckt und den Hilfskräften gemeldet worden. Trotz eines Großeinsatzes mit insgesamt 70 Kräften konnte die Feuerwehr nicht mehr viel retten, das langgestreckte Flachgebäude brannte völlig aus.

Die Polizei sucht nun Zeugen, die in der Nacht zum Montag zwischen 0.30 und 3 Uhr verdächtige Beobachtungen am Gebäude oder in der Umgebung gemacht haben. Sie werden gebeten, sich beim Kriminalkommissariat 11 zu melden (0241/9577-31101 oder 0241/9577-34250, außerhalb der Geschäftszeiten).

Eine wichtige Rolle bei den Ermittlungen spielt nun, „wer ein Interesse habe könnte”, das Feuer zu legen, sagt Polizeisprecher Houba. „Im Moment haben wir keine Anhaltspunkte, die auf einen konkreten Tatverdacht schließen lassen.”

Die Frage, wer von der Brandstiftung profitieren könnte, ist in der Tat nicht einfach zu beantworten. Besitzer des Gebäudes ist die Stadt, die das Gelände 2008 im Zuge des Tivoli-Neubaus vom Postsportverein erworben hat. Sie hat üblicherweise für ihre Gebäude eine Brandversicherung abgeschlossen.

Der Bebauungsplan für den Bereich sieht jedoch kein Ausflugslokal, sondern Freifläche vor. Der bis 2014 laufende Pachtvertrag für das „Zweistromland” fällt deshalb unter Bestandsschutz, üblicherweise dürfen dann nur Renovierungen vorgenommen werden. Sollte das Gebäude ganz neu errichtet werden müssen, dürfte es juristische Probleme geben.

Pächter Akrem Atas hat den Fall weitgehend seinem Anwalt überantwortet. „Ich möchte gerne an dieser Stelle bleiben.” Bei der Stadt hält man sich weitgehend bedeckt. Sprecher Hans Poth: „Die Prüfung des Pachtvertrags ist noch nicht abgeschlossen.”
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert