Zugbegleiterin angegriffen und verletzt: Zeugen gesucht

Von: red/pol
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Köln/Aachen. Eine Zugbegleiterin ist am Montagabend bei der Kontrolle von Fahrgästen tätlich angegriffen worden. Bei der Dienststelle der Bundespolizei am Aachener Hauptbahnhof erstattete sie nachher Anzeige wegen Körperverletzung und Nötigung. Nun sucht die Polizei nach Zeugen.

Sie war im Regionalexpress RE 10139 von Aachen nach Köln eingesetzt und kontrollierte gegen 20.35 Uhr zwischen Horrem und Köln-Ehrenfeld eine scheinbar zusammengehörige Gruppe von Reisenden.

Als die Zugbegleiterin eine der anwesenden Frauen bat, ihren Fahrschein vorzuzeigen, mischte sich ein Mann aufgebracht und aggressiv in die Kontrolle ein. Bei der Überprüfung seiner Fahrkarte stellte die Begleiterin fest, dass er zwar über ein gültiges Monatsabo des AVV verfügte, dies aber nur zwischen Aachen und Düren gültig war.

Darauf angesprochen und nach der Aufforderung, einen Fahrschein nachzulösen, wurde der 40-jährige Geilenkirchener gegenüber der Zugbegleiterin handgreiflich und verletzte sie so sehr an der linken Hand, dass sie sich in ärztliche Behandlung begeben musste.

Als sie zum Steuerwagen gehen wollte, um die Bundespolizei über das Zugtelefon über den Vorfall zu unterrichten, versuchte der betreffende Reisende die Zugbegleiterin zusammen mit einem weiteren männlichen Fahrgast durch Reißen, Zerren und Festhalten daran zu hindern. Zwei Reisende zeigten Zivilcourage und drängten die Angreifer zurück, die dann am Kölner Hauptbahnhof den Zug verließen.

Die Bundespolizei ermittelt nun gegen den einen Angreifer, dessen Personalien bekannt sind, wegen des Verdachts der Nötigung in Tateinheit mit Körperverletzung. Gegen eine zweite bisher noch unbekannte Person wird wegen des Verdachts der Nötigung ermittelt. Außerdem wird der Haupttäter noch Post von der Deutschen Bahn wegen der Fahrpreisnacherhebung bekommen.

Die Bundespolizei bittet die Fahrgäste, die der Zugbegleiterin so couragiert geholfen haben, sich als Zeugen für den Vorfall bei der Bundespolizei über die kostenlosen Hotline 0800/6888000 oder jeden anderen Dienststelle der Bundespolizei zu melden.

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