Aachen - Zündstoff an Bord: Erster Regio-Gipfel Rheinland

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Zündstoff an Bord: Erster Regio-Gipfel Rheinland

Von: Claudia Schweda und Udo Kals
Letzte Aktualisierung:

Aachen. Der Prozess der Markenfindung Rheinland geht weiter: Nach dem Kongress der Industrie- und Handelskammern (IHK) zur Metropolregion Rheinland, haben sich jetzt die politischen Spitzen zum Regio-Gipfel Rheinland getroffen und fuhren drei Stunden von Köln nach Düsseldorf rheinabwärts.

Eingeladen hatten die Oberbürgermeister von Köln und Düsseldorf, Jürgen Roters und Dirk Elbers. Ergebnis sind zwei „interregionale Konsenspapiere” zu Verkehr und Kultur im Rheinland.

Die beiden Oberbürgermeister äußerten sich im Anschluss an die Rheinfahrt - im Gegensatz zu ihrem Aachener Amtskollegen - überaus positiv über die Beratungen. Die Fachleute in den Verwaltungen würden jetzt zügig an der Umsetzung einzelner Vorschläge arbeiten. Angedacht ist etwa ein Museumsticket für die Region, das zunächst auf lokaler Ebene entwickelt werden soll. Gemeinsam will man sich bei Bund und Land für die Beseitigung bestehender Engpässe im Schienen- und Straßennetz einsetzen. Als ein Engpass wird die Hauptgüterstrecke über Aachen genannt. Die Fachhochschulen Köln und Düsseldorf sollen ein Logo für den Rheinland-Auftritt entwickeln.

Das Problem aus Aachener Sicht: „Die Konsenspapiere sind schlicht nicht abgestimmt”, sagte Aachens Oberbürgermeister Marcel Philipp gestern auf Anfrage. Das Treffen sei „ein gutes Signal” gewesen, doch die Außenwirkung des Auftretens von Köln und Düsseldorf möchte er „sehr differenziert” sehen. Im Verhältnis der beiden Rheinanlieger zu den anderen rheinischen Städten und Kreisen sei „bei weitem nicht austariert”, wer sich alles in einer solchen Veranstaltung am Ende tatsächlich wiederfindet, welche Rolle der ländliche Raum spielt und was die Dominanz einzelner im Zusammenspiel aller bewirkt.

In dieser Frage habe der Tag eher zusätzliches Konfliktpontenzial geboten. Aus all dem müsse man lernen. „Wir brauchen eine eigene Antwort der gesamten Aachener Region auf die Frage, wie wir uns definieren”, sagte Philipp. Diese Forderung teilt Markus Terodde von der Städteregion als Vorsitzender des Lenkungsausschusses der Regio Aachen. Aachens IHK-Vizepräsident Dieter Junghans sagte: „Für uns hat sich bestätigt, dass sich die Region Aachen in ihrer Gesamtheit mit ihren Stärken Technologie und Internationalität einbringen muss.” Aus Düren und Heinsberg war kein Vertreter an Bord.
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