Düren/Nideggen - Zoll hebt illegales Drogenlabor aus

Zoll hebt illegales Drogenlabor aus

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Einige der beschlagnahmten Lab
Einige der beschlagnahmten Laborutensilien. Foto: Zoll

Düren/Nideggen. Beamten der Essener Zollfahndung ist ein Schlag gegen die Dopingszene gelungen. Wie die Behörde am Donnerstag mitteilte, haben Zollfahnder in der vergangenen Woche in Düren ein Untergrundlabor zur Herstellung von Dopingmitteln ausgehoben.

Auch eine Wohnung in Nideggen wurde durchsucht. Die Beamten stellten bei den beiden 25- und 39 Jahre alten Beschuldigten 50 Ampullen mit Dopingmitteln zum Muskelaufbau sicher, 2,4 Kilogramm Substanzen zur Herstellung von Dopingmitteln und 1000 illegale Potenztabletten sicher.

Auf die Spur der illegalen Dopinghändler, die offenbar Bodybuilder im näheren Umkreis versorgt und ihre „Ware” auf Parkplätzen verkauft haben, kam der Zoll bereits im Juni. Seinerzeit versuchten die Männer große Mengen an Testosteron und Dopingmittelsubstanzen aus dem asiatischen Raum einzuschmuggeln.

Nach Angaben des Zolls hätte allein die im Juni gefundene Testosteronmenge ausgereicht, um den wöchentlichen Dopingbedarf mehrerer Bodybuilder für viele Jahre abzudecken. Weil eine derartig langfristige Vorratshaltung in diesen Kreisen jedoch unüblich ist, erhärtete sich bei den Ermittlern der Verdacht, dass es sich um einen gewerbsmäßigen Verstoß gegen das Arzneimittelrecht handelt.

Insgesamt haben die Zollfahnder von Juni bis August Dopingmittel mit einem Schwarzmarktwert von 60.000 Euro sichergestellt. Derzeit werden die bei den Wohnungsdurchsuchungen gefundenen Beweismittel ausgewertet. Den Beschuldigten droht nach Angaben des Zolls eine Mindesstrafe von einem ein Jahr Freiheitsentzug.

Das Zollfahndungsamt Essen warnt davor, illegal produzierte Arzneimittel zu benutzen. Die Laboratorien im Untergrund unterliegen keiner staatlichen Kontrolle, so dass Sportler das Risiko eingehen, verunreinigte Präparate zu konsumieren und damit ihre Gesundheit erheblich zu gefährden.
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