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Wieder Streit um Kirchen-Denkmal in Köln

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Köln. In Köln ist erneut ein Streit zwischen Denkmalpflegern und Stadt um die Höhe von Gebäuden entbrannt. Landeskonservator Udo Mainzer ermahnte die Stadt am Montag, den Bebauungsplanentwurf im Umfeld der romanischen Kirche St. Gereon zu verändern und die erlaubte Geschosshöhe von sechs auf vier herabzusetzen.

Die Denkmalpfleger fürchten um die städtebauliche Wirkung der Kirche, die zu den bedeutendsten Schöpfungen der romanischen Baukunst gehöre. Die Stadt gab zunächst keine Stellungnahme ab.

Nach den jetzigen Plänen dürften auf dem angrenzenden Gelände des früheren Stiftes sechsgeschossige Gebäude gebaut werden. „Es darf sicherlich nicht verkannt werden, dass die schwierige Umnutzung und Umstrukturierung eines ganzen Stadtquartiers nicht ohne denkmalpflegerische Verluste von statten gehen kann”, stellte der oberste Denkmalpfleger des Landes in einer Mitteilung fest.

Doch angesichts der geschichtlichen Bedeutung des Areals müsse den architektonisch-historischen Aspekten ein größeres Gewicht beigemessen werden. Durch die Aufstockung drohe eine Zerstörung der „fein austarierten architektonischen Proportionen”.

Für die Fachleute des Landschaftsverbands Rheinland sei eine Beschränkung auf vier Geschosse angemessen. Das hätten sie in einer Stellungnahme im vergangenen Jahr auch zum Ausdruck gebracht. Es gebe aber Befürchtungen, dass sich die Stadt darüber hinwegsetze, sagte Mainzer.

Streit um die Höhe von Gebäuden hatte es 2004 schon einmal gegeben. Wegen Hochhausplänen der Stadt hatte die Unesco den Kölner Dom 2004 auf die Rote Liste des Weltkulturerbes gesetzt. Erst nach Vermittlung der Landesregierung war das Wahrzeichen der Rhein- Metropole von der Liste gestrichen worden.
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