Webseite der RWTH lahmgelegt: Technische Störung

Von: abt/cv/heck
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Aachen. Seite nicht verfügbar: Wer am Freitag die Homepage der RWTH Aachen aufrief, landete im Nichts. Die Hochschule dementierte am Samstag Vermutungen, ein Hackerangriff könnte die Ursache gewesen sein.

Wie unter anderem das IT-Medienportal Heise Online am Donnerstag berichtete, hat eine Hackergruppe namens Team GhostShell weltweit die Server von rund 50 Universitäten angegriffen und Daten entwendet. Mit dieser „Project Westwind” genannten Aktion wollten die Hacker demnach auf Missstände im Bildungssystem aufmerksam machen, etwa hohe Studiengebühren in den USA und Hochschulreformen in Europa.

Zu den angegriffenen Hochschulen zählten die renommierten US-Universitäten Harvard und Stanford ebenso wie Moskau, Rom und Tokio. In Deutschland waren die Universitäten Heidelberg, Freiburg, Göttingen und die TU Berlin betroffen.

Nachdem auch die Seite der RWTH am Freitag nicht aufgerufen werden konnte, galten die Hacker zunächst als Hauptverdächtige. RWTH-Rektor Ernst Schmachtenberg bestätigte am Freitagabend auf Nachfrage: „Ja, wir sind offensichtlich betroffen. Die Homepage ist nicht präsent.”

Am Samstagvormittag kam dagegen die Entwarnung. Grund für den mehrstündigen Ausfall seien Probleme nach Wartungsarbeiten an den Webservern gewesen. „Die Reparatur der Webserver hat bedauerlicherweise einige Stunden in Anspruch genommen”, sagte Thomas von Salzen von der TH-Pressestelle. Die RWTH gehe nicht mehr davon aus, dass der Ausfall der zentralen Website in Zusammenhang mit einem Hackerangriff stand.

Im Falle der anderen angegriffenen Universitätsserver hatten die Hacker Daten wie E-Mail-Adressen, Postadressen und Passwörter erbeutet und im Netz veröffentlicht. Die Universitäten in Berlin und Heidelberg bestätigten die Angriffe. Ihre zentralen Netzwerke seien jedoch nicht betroffen gewesen.
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