Köln - WDR: Schüler deaktivieren Sicherheits-Chip

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WDR: Schüler deaktivieren Sicherheits-Chip

Von: dpa
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Der neue Personalausweis.

Köln. Neuntklässlern ist es offenbar gelungen, im Physikunterricht den Sicherheits-Chip in den neuen Personalausweisen zu deaktivieren. Den Gymnasiasten hätten alltägliche Hilfsmittel wie Lötkolben, Schraubenzieher und eine Einweg-Fotokamera gereicht, um die auf dem Chip gespeicherten Daten zu löschen, wie der WDR am Montag in einer Pressemeldung berichtete.

Unter Anleitung ihres Lehrers hätten die Schüler mit Information aus dem Internet innerhalb von zwei Stunden das Sicherheitssystem ausgehebelt, heißt es weiter. Durchgeführt worden sei der Test im Rahmen des WDR-Wirtschaftsmagazins „Markt”.

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) wies darauf hin, dass bei einer Deaktivierung des Chips für den Inhaber kein Sicherheitsrisiko entstehe. „Es ist möglich, den Chip zu deaktivieren. Der Ausweis ist aber weiterhin gültig. Die Frage ist nur, welchen Nutzen so eine Aktion haben soll, denn der Inhaber hat davon nur Nachteile. Funktionen wie Authentisierung für Behörden über das Internet würden nicht mehr funktionieren. Ein Sicherheitsrisiko besteht aber nicht”, sagte Jens Bender vom BSI der dpa. Auf dem Sicherheitschip können mittels Fingerabdruck und biometrischem Foto unverwechselbare persönliche Informationen hinterlegt werden. Der neue Personalausweis kostet 28,80 Euro und soll ab November den Vorgänger ersetzen.

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