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WDR muss noch mehr sparen

Von: ddp-nrw
Letzte Aktualisierung:

Köln. Der Westdeutsche Rundfunk (WDR) muss wegen der Wirtschaftskrise noch mehr sparen.

Wie der öffentlich-rechtliche Sender am Freitag in Köln mitteilte, ist der Anteil von Menschen, die aus sozialen Gründen keine Rundfunkgebühren zahlen müssen, in NRW besonders hoch.

Diese „Befreiungsquote” werde wegen der Krise voraussichtlich noch weiter ansteigen, was zu neuen Finanzlöchern führen würde. Bereits im Dezember hatte WDR-Intendantin Monika Piel von einem Fehlbetrag bis Ende 2012 von knapp 100 Millionen Euro berichtet.

Hintergrund waren Berechnungen, wonach die Gebührenerhöhung durch Verluste infolge von Gebührenbefreiungen und Abmeldungen um durchschnittlich 30 Prozent aufgezehrt werde.

Demnach weist die mittelfristige Finanz- und Aufgabenplanung des Senders bis Ende 2012 einen Fehlbetrag von 95,7 Millionen Euro aus. Dieser Betrag dürfte nun krisenbedingt weiter ansteigen.

Dennoch ist der WDR nach eigenen Angaben mit 44,5 Prozent oder rund 25 Millionen Euro jährlich weiter der größte Zahler im ARD-internen Finanzausgleich.

ARD, ZDF und Deutschlandradio hatten die Erhöhung der Rundfunkgebühren um 95 Cent auf 17,98 Euro monatlich seit Jahresbeginn auch mit Einnahmerückgängen begründet. Sozial Schwache können sich von der Zahlung der Gebühren befreien lassen.

In NRW waren 2008 demnach fast 870.000 Radios (1,4 Prozent mehr als im Vorjahr) und 805.000 Fernsehgeräte (plus 2,5 Prozent) von den Gebühren befreit. „Damit ist die schwierige wirtschaftliche Situation der Menschen in NRW vergleichbar mit denen in den ostdeutschen Bundesländern”, sagte Piel am Freitag.
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