Köln - Walsken: „Primusschule ist eine Chance für die Region“

WirHier Freisteller

Walsken: „Primusschule ist eine Chance für die Region“

Von: mgu
Letzte Aktualisierung:
5121175.jpg
Auf eine Reaktion von RP Gisela Walsken wartet Ralf Herberg (SPD) bislang vergeblich. Foto: Ralph Sodermann

Köln. Der Regierungsbezirk Köln bekommt im neuen Schuljahr 2014/15 seine erste Primusschule in der Gemeinde Titz (Kreis Düren). Bei diesem Schulversuch lernen Schüler von der ersten bis zur zehnten Klasse gemeinsam. 51 Kinder werden die Schule besuchen.

„Für diese Gemeinde ist es die einzige Chance, eine weiterführende Schule zu haben“, betonte Regierungspräsidentin Gisela Walsken am Freitag in Köln. Sie lobte die mutige Entscheidung der Kommune, die man vonseiten der Bezirksregierung sehr unterstützt habe. Im ländlichen Raum in der Städteregion Aachen oder dem Kreis Heinsberg hätten es auch die neuen Sekundarschulen leichter, sich zu etablieren als in Großstädten, erklärte Walsken.

Dort gib es alternativ zu den Sekundarschulen nämlich auch Gesamtschulen, an denen Schüler das Abitur machen können. Sekundarschulen enden mit der zehnten Klasse. Ein ortsnahes Schulangebot sei für Bürger immer wichtiger, auch bei der Entscheidung, wo man hinziehe. Deshalb setzen sich auch die Verantwortlichen in den Kommunen verstärkt für neue Wege ein. Walsken: „Eine Kooperation über Gemeindegrenzen hinweg ist die Zukunft.“

Es werde angesichts des demografischen Wandels nicht mehr in jeder Stadt ein komplettes Schulangebot geben. Denn obwohl es mit 8645 i-Dötzchen, die in der kommenden Woche eingeschult werden, mehr Erstklässler gibt, sinkt die Schülerzahl in der Region stetig. Während es 2007 noch 32.869 Schüler gab, sind es jetzt nur noch 32.245. Diese Herausforderung nehmen die Kommunen laut Wals­ken aber gut an.

Inklusion an Grundschulen normal

Auch die Herausforderung Inklusion werden die Schulen gut bewältigen, glaubt die Regierungspräsidentin. Man könne allen Eltern, die es für ihr behindertes Kind wünschten, ein Angebot an einer Regelschule machen – allerdings sei das nicht immer die Wunschschule der Eltern. „Darauf besteht aber auch kein Rechtsanspruch.“

In diesem Schuljahr findet im Regierungsbezirk an mehr als der Hälfte aller Grundschulen ein gemeinsamer Unterricht von behinderten und nicht behinderten Kindern statt. „In diesem Bereich haben wir schon lange gute Erfahrungen“, sagte Walsken. 6146 behinderte Jugendliche lernen inzwischen an 288 weiterführenden Regelschulen. Insgesamt gibt es im Regierungsbezirk Köln 30.829 Schüler mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf.

An den Schulen, die das gemeinsame Lernen anbieten werden bis 2017 insgesamt 1200 zusätzliche Planstellen eingerichtet. Zum beginnenden Schuljahr sind bereits 39 Stellen besetzt. Mit der Neuregelung ab diesem Schuljahr, also dem Rechtsanspruch auf gemeinsames Lernen behinderter und nicht behinderter Kinder, werde der Elternwille gestärkt, sagte Wals­ken.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert