Vom Bräutigam zum Mörder: Kindergärtnerin erdrosselt

Von: dpa
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Düsseldorf. Mord statt Hochzeit: Zehn Monate nach der Tötung einer Düsseldorfer Kindergärtnerin muss sich vom kommenden Donnerstag an deren Ex-Freund unter Mordverdacht vor Gericht verantworten.

Der 32-jährige Installateur hatte im Polizeiverhör gestanden, die zwei Jahre ältere Erzieherin erdrosselt zu haben.

Heimtückisch soll er dazu zunächst von hinten an die Frau herangetreten sein und ihr den Nacken massiert haben, bevor sie von dem mörderischen Angriff völlig überrascht wurde. Als Mordwerkzeug soll der heute 32-Jährige den Tragegriff einer Handtasche genutzt haben. Mit der Geldbörse und der EC-Karte seines Opfers soll er dann verschwunden sein und zweimal 1000 Euro vom Konto der Frau abgehoben haben.

Nicht sicher ist sich die Staatsanwaltschaft über das Motiv des Angeklagten: Er habe entweder aus Habgier oder aus verschmähter Liebe gehandelt. Im letzteren Fall hätte er den Raubmord nur vorgetäuscht, um von sich abzulenken und die Ermittler auf eine falsche Fährte zu locken. Nach der Tat hatte der Mann versucht, die Spuren in der Wohnung der Kindergärtnerin so zu arrangieren, dass die Ermittler von einem Raubmord ausgehen sollten.

Bei seiner Festnahme hatte der Installateur die Tat zunächst geleugnet, sich aber in Widersprüche verstrickt und schließlich ein Geständnis abgelegt. Das Paar hatte ursprünglich heiraten wollen, die Hochzeit aber platzen lassen und sich einige Monate später getrennt. Das Landgericht hat für den Prozess zunächst vier Verhandlungstage angesetzt.

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