Düsseldorf - „Volles Haus” in Düsseldorf: Hochkonjunktur dank ESC und Messe

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„Volles Haus” in Düsseldorf: Hochkonjunktur dank ESC und Messe

Von: Michaela Paulsen, dapd
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Düsseldorf. Thomas Henning hat gerne Gäste. „Wir sind ein offenes Haus”, sagt der 48-jährige Regisseur, der mit seiner Familie im Düsseldorfer Stadtteil Lohausen wohnt. Das Haus hat zwei Gästezimmer mit Bad, in dem häufiger Freunde aus Schweden oder Bayern übernachten.

Seit einem guten halben Jahr vermietet Henning die beiden Zimmer an Messebesucher, wenn mal kein Besuch von Bekannten da ist. In dieser Woche beherbergt er vor allem Musikfreunde.

Am Mittwochabend ist ein Ehepaar aus Österreich angereist, die Karten für das Halbfinale des Eurovision Song Contests (ESC) haben. Für Donnerstagabend haben sich Gäste aus den Niederlanden angesagt und auch ESC-Fans aus Baden-Württemberg werden im Hause Henning erwartet.

Viele Zimmer schon weg

Susanne und ihr Ehemann Markus Schmid aus Österreich sind zum ersten Mal in Düsseldorf. Hauptgrund: Der ESC und die österreichische Kandidatin Nadine. Für ein Privatzimmer haben sie sich aus Kostengründen entschieden. „Wir haben erst nach einer Unterkunft gesucht, als wir auch die Tickets hatten und das war etwas knapp. Da waren schon viele Zimmer weg”, sagt Susanne Schmid. Wichtig seien ihr vor allem ein eigenes Bad und die Nähe zur Esprit-Arena, dem ESC-Austragungsort, gewesen. Von hier aus können sie zu Fuß gehen.

Dass der ESC in Deutschland stattfindet, war für Schmid die Gelegenheit, selbst dabei zu sein. „Ich schaue den ESC seit meiner Kindheit”, sagt die 31-Jährige. Es habe sie gereizt, mal eine solche Veranstaltung vor Ort mitzuerleben. „Deutschland ist ja nicht so weit weg und außerdem haben wir Verwandte in Hamburg, die wir vorher besuchen konnten”, sagt sie. Sie und ihr Ehemann, der selbst kein ESC-Fan ist und nur ihr zu Liebe den Abstecher nach Nordrhein-Westfalen macht, sind nur für eine Nacht bei Hennings. „Für das Finale haben wir keine Karten erhalten und das schaue ich mir dann lieber zu Hause an”, erzählt sie.

Doch immerhin - die österreichische Kandidatin haben die beiden am Mittwochabend live in der Arena gesehen. „Ich denke, dass wir mit dem Titel wirklich gute Chancen haben und es unter die ersten zehn schaffen werden. Österreich wird sich auf gar keinen Fall blamieren”, sagt Schmid.

Mehr als 2000 Menschen vermieten Privatzimmer

So wie das Ehepaar Schmid halten es momentan viele ESC-Besucher. Nach Angaben des Stadtmarketings von Düsseldorf haben mehr als 2.300 Menschen aus Düsseldorf und Umgebung Privatzimmer bereitgestellt. Ein Blick auf die Seite esc-privaterooms.de, der Privatzimmer-Plattform der Stadt, zeigt, dass viele Zimmer derzeit belegt sind. Zeitgleich mit dem ESC finden in der Landeshauptstadt eine Messe und ein Tennisturnier statt.

Laut Stadtmarketing reichen die Preise für ein Privatzimmer, je nach Komfort, von 25 Euro bis 150 Euro, im Schnitt sind es 70 Euro. Zum Teil spricht man von ESC-Preisen, schließlich haben viele Zimmer kein separates Bad. Frühstück ist auch nicht immer dabei. Henning nimmt derzeit mehr als an gewöhnlichen Messetagen. „Momentan kostet ein Doppelzimmer 130 Euro”, sagt er. Sonst seien es 70 Euro.
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