Schleiden - Vogelsang: Ferienanlage für fünf Millionen Euro geplant

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Vogelsang: Ferienanlage für fünf Millionen Euro geplant

Von: Claudia Schweda
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Vom komfortablen Holzhaus über Appartements in den Kasematten bis zum Zwölf-Quadratmeter-Raum: Die geplante Ferienanlage von zwei Privatinvestoren hat den Zuschlag vom Aufsichtsrat der Standortentwicklungsgesellschaft Vogelsang erhalten. Nun muss Baurecht geschaffen werden. Animation: 3PlusFreiraumplaner

Schleiden. Die Besucher haben Vogelsang mitten im Nationalpark inzwischen als Ausflugsziel angenommen. Was allerdings fehlt, sind genügend Übernachtungsmöglichkeiten auf dem Gelände. Nun gibt es Pläne für eine Ferienanlage mit rund 100 Betten. „Das brauchen wir dringend“, sagt Thomas Fischer-Reinbach, Geschäftsführer der Standortentwicklungsgesellschaft auf Vogelsang (SEV).

Ein Köln-Ratinger Investorenduo aus dem Immobilienbereich haben vom SEV-Aufsichtsrat den Zuschlag für ihr Konzept bekommen. Demnach sollen für fünf Millionen Euro auf einem 26000 Quadratmeter großen Gelände Unterkünfte für verschiedene Ansprüche entstehen – vom komfortliebenden Menschen bis hin zu einem campingähnlichen Angebot. Extra für Reiter soll eine Unterstellmöglichkeit für Pferde nebst kleiner Koppel errichtet werden.

Das Gelände liegt auf der rechten Seite vor dem zentralen Besucherzentrum, das die historische und die Nationalpark-Ausstellung beherbergt, und neigt sich über zwei Terrassen abwärts mit einem unverbaubaren Blick in den Nationalpark Richtung Gemünd.

Auf der oberen Ebene sind elf kleinformatige Ferienhäuser für meist vier Gäste in einer parkartigen Landschaft geplant. Dafür muss ein alter Parkplatz komplett entsiegelt und bepflanzt werden. Eine alte Tankstelle soll als Entree für den gesamten Bereich dienen. Unter dieser Ebene verbergen sich im Boden die Kasematten: zehn Meter tiefe und 4,50 Meter hohe Räume, verborgen hinter einer sieben Meter hohen Stützwand. Die Nationalsozialisten hatten die Kasematten als Teil einer Reitanlage gebaut. Sie sollen zu sieben Appartements werden und die Sanitäranlagen für das campingähnliche Angebot beherbergen: Etwa 20 tonnenartige Bauten auf der unteren Ebene, die zwölf Quadratmeter Platz für zwei Menschen bieten „mitten in der Natur“, sagt Fischer-Reinbach. „Ein spannendes Projekt“, sagt er, „und es passt sehr gut zu Vogelsang.“

Nun muss nur noch der Denkmalschutz mitspielen. Vogelsang ist seit 2012 ein Flächendenkmal. Und Baurecht für das Projekt gibt es noch nicht. Fischer-Rheinbach rechnet nicht vor Ende 2019 mit einem Baubeginn. Erste Gebäude könnten dann 2020 eröffnen.

„Es war immer klar, dass es leichter wird, das Gelände zu vermarkten, wenn das Forum Vogelsang eröffnet ist“, sagt Fischer-Reinbach. Auch die Hotelpläne leben wieder auf: Ein Hotelier zeige „ernsthaftes Interesse“ an den vier Hundertschaftshäusern westlich vom Forum. Und die Betreiber des „K13“ nehmen 2019 das „K14“ – barrierefrei und mit etwas höherem Standard – mit rund 20 Betten im Kameradschaftshaus 14 in Angriff.

 

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