Herzogenrath - Vetrotex stellt die Produktion ein: 200 Stellen fallen weg

Vetrotex stellt die Produktion ein: 200 Stellen fallen weg

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Glaswanne
In der Glasschmelzwanne bei Vetrotex werden hochwertige Glasgarne hergestellt. Foto: ZVA

Herzogenrath. Die Saint-Gobain Vetrotex Deutschland GmbH schließt aufgrund massiver Umsatzeinbrüche und einer zehnfachen Steigerung der Verluste sowie schlechter wirtschaftlicher Prognosen für die Zukunft die Produktion in Herzogenrath einzustellen. Betroffen sind voraussichtlich etwa 200 Mitarbeiter, die ihre Stellen dort verlieren werden.

Seit Jahren kämpft der Hersteller von hochwertigen Glasgarnen in Herzogenrath um den Fortbestand des Werkes. Mit einem neuen Konzept Spezialprodukte für Nischenmärkte herzustellen und weitreichenden Zugeständnissen der Arbeitnehmer in 2006 sollte mittelfristig die „Wende” erreicht werden. Jedoch gingen im Zuge der Weltwirtschaftskrise seit Januar die Mengen um 40 Prozent zurück, so dass das Werk nun tiefrote Zahlen schreibt, teilt das Unternehmen mit.

Alle bisher veranlaßten Kostensenkungsmaßnahmen durch teilweise Produktionsstilllegung, Energieeinsparprojekte oder Kurzarbeit hätten die hohen Verluste nicht mehr ausgleichen können. Eine Besserung der Situation sei nicht mehr in Sicht.

„Alle Mitarbeiter am Standort haben hart gekämpft, um das Werk zu erhalten. Jedoch haben sich die Verluste gegenüber 2008 fast verzehnfacht und der Wegfall von 40 Prozent der Auftragsmenge macht es unmöglich, der größten Wirtschaftskrise seit Jahrzehnten trotzen zu können”, sagt Anita Beblek, Geschäftsführerin der Saint-Gobain Vetrotex Deutschland.

Die Unternehmensleitung hat am Mittwoch den Wirtschaftsausschuss, den Betriebsrat und die Belegschaft über die wirtschaftliche Situation und die geplante Produktionsstilllegung am Standort Herzogenrath informiert.

Die Verhandlungen über einen Interessenausgleich für die etwa 200 betroffenen Beschäftigten werden unverzüglich mit dem Betriebsrat aufgenommen, teilte das Unternehmen mit.
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