Versicherung übernimmt Schäden an Aachener Citykirche

Von: kna
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Feuer in Aachener Kirche
Blick auf Trümmer in der Nikolauskirche in Aachen, in der wenige Minuten nach dem Jahreswechsel ein Brand ausgebrochen war. Auf dem Altar liegen die Überreste einer Heiligenfigur. Ein früher Barockaltar aus dem 17. Jahrhundert wurde stark beschädigt. Mindestens vier große Kirchenfenster im Hochchor wurden durch die Hitze zerstört. Ausgelöst wurde der Brand in der Nikolauskirche möglicherweise durch eine Silvesterrakete, die ein Fenster durchschlagen hatte, hieß es von der Polizei. Verletzt wurde niemand. Foto: dpa

Aachen. Für die Brandschäden in der Aachener Citykirche St. Nikolaus kommt die zuständige Versicherung vollständig auf. Wie das Bistum Aachen am Dienstagabend mitteilte, sicherte dies die Aachen Münchener Versicherung zu, obwohl die Höhe der Kosten noch nicht absehbar sei.

Bei dem Brand in der Silvesternacht war in dem von der katholischen und der evangelischen Kirche gemeinsam genutzten Gotteshaus in der Aachener Innenstadt erheblicher Sachschaden entstanden. Ersten Schätzungen gehen von einem Betrag in Millionenhöhe aus.

Mit den Sanierungsarbeiten will das Bistum eigenen Angaben zufolge umgehend beginnen. Zunächst würden die Mauerschäden begutachtet und erste Sicherungsarbeiten durchgeführt. Ein Chemiker werde zudem die Brandrückstände auf Schadstoffe untersuchen, um weitere Schäden an der Ausstattung ausschließen zu können. Saniert werden müsse zudem die Heizungsanlage, die durch das Löschwasser teilweise beschädigt worden sei, hieß es.

Ungewiss sei laut Bistum die Zukunft des Hochaltars von 1630, der schwere Brandschäden aufweist. Die drei Bilder des Altars von Rubensschüler Abraham van Diepenbeeck seien vollständig verbrannt. Einige Holzfiguren seien stark verkohlt herabgestürzt, aber zum Teil erhalten. Der Altar werde nun zunächst in Zusammenarbeit mit den Denkmalbehörden der Stadt Aachen und des Landes NRW abgebaut. Erst dann könne über eine mögliche Restaurierung entschieden werden, teilte das Bistum mit.

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