Düsseldorf - Verkehrsministerium lockert Haltung zu alten Kfz-Kennzeichen

Verkehrsministerium lockert Haltung zu alten Kfz-Kennzeichen

Von: dpa
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Düsseldorf. Autofahrer mit Hang zur Nostalgie können auf die Wiedereinführung alter Kleinstadt-Kennzeichen spekulieren. Das NRW-Verkehrsministerium hält zwar nichts davon, will sich aber nicht völlig den Wünschen widersetzen. Mit Glück gibt es bald wieder „WAT”, „DIN” oder „MON” für Monschau.

Kleinstädte, die ihre alten Kfz-Kennzeichen zurückhaben wollen, können sich Hoffnungen machen. Das Düsseldorfer Verkehrsministerium hält die Wiedereinführung zwar nicht für notwendig und warnt vor dem bürokratischen Aufwand, will sich aber den Wünschen nicht verschließen. Zuletzt hatten 19 der 40 möglichen Kandidaten eine Resolution für das Ministerium verfasst. Das Schreiben sei zwar noch nicht eingetroffen, sagte am Freitag ein Sprecher. Das Ministerium werde die Resolution aber an das zuständige Bundesverkehrsministerium weiterleiten.

Das Landesministerium verlangt aber, dass der jeweilige Landrat oder der Stadtrat bei eingemeindeten Kleinstädten eine Stellungnahme beifügt. Falls der Bund dann eine entsprechende Regelung in die sogenannte Fahrzeug-Zulassungsverordnung einfüge, werde die Regelung auch in NRW angewendet. Das heißt, dass Autofahrer auf Wunsch in den betroffenen Kommunen Kleinstadt-Nummernschilder wie „DIN” für Dinslaken oder „WAT” für Wattenscheid zurückbekämen. Die alten Kennzeichen liefen seit den 70er Jahren aus und sind heute nur noch an Oldtimern oder Treckern zu sehen, die nie umgemeldet wurden.

Das Thema war in den vergangenen Jahren immer wieder aufgeflackert. Zuletzt hatte die Verkehrsministerkonferenz im Oktober einen erneuten Vorstoß gemacht und den Bund aufgefordert, ein einheitliches Verfahren zu prüfen. Der Bund spielte den Ball zurück. Es liege bei den Ländern, diejenigen Städte und Kennzeichen zu benennen, die in Zukunft in der Fahrzeugzulassungsverordnung auftauchen sollen.

Im Bundesverkehrsministerium werden die Anfragen derzeit gesammelt. Bis Ende März 2012 hat auch NRW noch Zeit, die Wünsche der Kommunen weiterzureichen. In vielen Ländern ist das Wunschkennzeichen schon beschlossene Sache. NRW gehört mit Brandenburg und Rheinland-Pfalz zu den wenigen Kritikern der Idee.

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