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Verkehrschaos durch Schnee und Glätte

Von: zva
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Glätte auf den Straßen der Region: In Aachen ging teilweise nichts mehr. Foto: Roeger

Aachen. Schnee, Glatteis und überfrierende Nässe haben am Montagabend das Fahren auf vielen Straßen der Region Aachen zur Rutschpartie gemacht. Seit etwa 17 Uhr waren mehrere Steigungsstrecken laut Polizei durch Verkehrsunfälle und liegen gebliebene Fahrzeuge in der Städteregion nicht mehr befahrbar. Auf vielen Strecken staute sich der Verkehr kilometerlang.

Gesperrt wurden unter anderem der Boxgraben und Burtscheider Brücke in Aachen sowie der Breiniger Berg und der Burgholzer Graben in Stolberg. Auch auf dem Außenring, der Krefelder Straße, der Trierer Straße und der Neuenhofstraße in Aachen war der Verkehr stark beeinträchtigt.

Die Zahl der Verkehrsunfälle in der Region war bereits am Morgen überdurchschnittlich hoch. Bis auf einen Leichtverletzten bei einem Verkehrsunfall in Alsdorf verliefen allerdings alle Unfälle nach dem bisherigen Kenntnisstand glimpflich.

Ab Mittwoch ist mit Tauwetter zu rechnen. Bis dahin werden die Winterdienste der Kommunen im Dauereinsatz sein. „Die Belastung ist enorm hoch, es gibt keine Ruhepausen mehr”, sagt stellvertretend für alle der Chef des Aachener Winterdienstes, Dieter Lennartz, für den 250 Mitarbeiter seit Wochen fast jeden Tag ab 4 Uhr im Einsatz sind. Dennoch sind viele Straßen schlecht geräumt. Der anhaltende Winter hat die Salzläger geräumt. Die Silos in Alsdorf und Jülich sind leer.

Andere Kommunen wie Düren, Aachen, Heinsberg, Aldenhoven, Würselen und Eschweiler haben noch eine eiserne Reserve. Vielerorts werden neue Salzlieferungen erwartet. Doch auch sie werden nur reichen, um „mit Augenmaß” die kritischsten Stellen zu streuen, wie es in Herzogenrath hieß. Die Wirtschaftsbetriebe Eschweiler (WBE) bremsen den Salzausstoß jedes Streuwagens: Statt flächendeckend 15 bis 20 Gramm pro Quadratmeter auszuwerfen, seien es derzeit nur zehn Gramm, sagt Peter Schwiebert, kaufmännischer Leiter der WBE. Die überwiegende Zahl der Straßen in der Region wird seit Tagen nur noch geräumt.

Mittlerweile wird sogar das Streusalz für die Autobahnen knapp. Bald könnten in Nordrhein-Westfalen nur noch Gefahrenstellen wie Gefälle gestreut werden, kündigte eine Sprecherin des Landesbetriebs Straßen NRW an. Bis Ende Januar habe der Straßenbetrieb mit über 200.000 Tonnen soviel Streusalz verbraucht, wie in der gesamten vorigen Wintersaison. Ein derartiger Umfang des Winterdienstes sei in den vergangenen 20 Jahren einmalig.

In Simmerath wird angesichts der erwarteten starken Schneefälle am Dienstag und Mittwoch der Schulbusverkehr eingestellt. Grundsätzlich gilt laut Schulministerium, dass Eltern bei extremen Witterungsverhältnissen selbst entscheiden müssen, ob der Schulweg für ihre Kinder zumutbar ist.

Mit der Ankunft von Tief „Miriam” droht in NRW am Dienstag eine neue runde Runde beim winterlichen Wetterchaos. Angesichts drohender Schneeverwehungen werde für den Dienstag eine Unwetterwarnung für das Sauer- und Siegerland herausgegeben, sagte am Montag Andreas Wagner von der Unwetterzentrale des Wetterdienstes meteomedia. Erwartet würden zum Teil heftige Schneefälle bei gleichzeitig stürmischem Wind.
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