Aachen - Verfahren gegen JVA-Ausbrecher: Urteil Ende November?

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Verfahren gegen JVA-Ausbrecher: Urteil Ende November?

Von: dapd
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JVA Aachen
Ein Häftling der Justizvollzugsanstalt Aachen steht in seiner Zelle. Foto: dpa

Aachen. Am Aachener Landgericht könnte noch in diesem Monat der spektakuläre Prozess um den Gefängnisausbruch der beiden verurteilten Schwerkriminellen Michael Heckhoff und Peter Paul Michalski zu Ende gehen. Das sagte ein Sprecher des Aachener Landgerichts am Freitag.

Der 29. November sei bislang als letzter Verhandlungstag vorgesehen, weitere Prozesstage seien zumindest zum derzeitigen Zeitpunkt nicht mehr geplant.

Heckhoff und Michalski waren vor knapp einem Jahr mithilfe eines JVA-Bediensteten aus der Justizvollzugsanstalt Aachen getürmt. Anschließend waren sie quer durch Nordrhein-Westfalen geflüchtet und hatten einen riesigen Polizeieinsatz ausgelöst. Zwei Tage nach der Flucht war Michael Heckhoff in Mülheim an der Ruhr gefasst worden, zwei Tage später wurde Peter Paul Michalski auf einem Fahrrad in Schermbeck im Kreis Wesel entdeckt und festgenommen. Beide hatten vor Gericht angegeben, sie seien geflüchtet, weil sie in der Haft keinerlei Perspektive gesehen hätten.

Der mitangeklagte JVA-Bedienstete hatte zugegeben, den beiden Schwerverbrechern geholfen zu haben. Er hatte sich nach eigenen Angaben mit den beiden Häftlingen angefreundet, zudem hatten sie ihm versprochen, sich bei ihm „erkenntlich” zu zeigen. So wollten sie nach ihrer Flucht Banküberfälle begehen und ihm einen Teil der Beute zukommen lassen.

Der Prozess am Aachener Landgericht läuft seit Mitte Mai unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen. Bis zum letzten Verhandlungstag am 29. November sind noch mehrere Prozesstage geplant. Zunächst soll das Verfahren am Dienstag (9. November) fortgesetzt werden. Der Fall hatte auch die damalige nordrhein-westfälische Justizministerin Roswitha Müller-Piepenkötter (CDU) in Bedrängnis gebracht.
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