Aachen/Nideggen - Unternehmer um 400.000 Euro betrogen

Staukarte

Unternehmer um 400.000 Euro betrogen

Von: Wolfgang Schumacher
Letzte Aktualisierung:

Aachen/Nideggen. Sie besitze ein Millionenvermögen in der Schweiz und komme bedauerlicherweise momentan nicht an ihr Geld. Mit dieser simplen Masche soll die 45-jährige Silke V. (45) laut Anklage einem Unternehmer aus Nideggen-Schmidt zwischen April 2006 und April 2007 rund 400.000 Euro entlockt haben.

Sie verschwand schließlich ohne einen Cent zurückzuzahlen an der italienischen Riviera. Am Dienstag nun saß Silke V., die erst 2009 aus der italienischen Auslieferungshaft überstellt wurde, vor der 1. Großen Strafkammer des Aachener Landgerichts. Ihr wird von Staatsanwältin Pascale Schlimm gewerbsmäßiger Betrug in 17 Fällen vorgeworfen.

Bekannt wurde der dreiste Betrugsfall über den Bruder des Geschädigten. Letzterer hatte sich offenbar in die charmante Frau mit einem teuren Pferde-Hobby verliebt, steckte ihr immer wieder Geld zu. Er wusste nicht, dass sie erst kürzlich den Offenbarungseid abgelegt hatte.

Nachdem sie 2007 nach Italien verschwunden war, brachte die Suche über die ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY” Erkenntnisse über ihren Aufenthaltsort. Sie wurde in der italienischen Provinz Imperia an der Riviera aufgestöbert.

Getroffen hatte sie sich mit dem Opfer in einem Hotel in Aachen-Oberforstbach. Der Mann habe sich „zu ihr hingezogen” gefühlt, hieß es in der Anklageschrift, so sehr, dass er ihr nach dem Treffen am Folgetag direkt 15.000 Euro mitbrachte. Am Ostermontag jenes Jahres habe sie ihm dann klar gemacht, dass sie unbedingt einen Pferdekauf finanzieren müsse.

Dieses Mal waren es 16.000 Euro, die sie kassierte. Das Pferdehobby kostete in der Folgezeit immer mehr Geld. Mal war es der Tierarzt, mal die Boxenmiete, die der Unternehmer musste. Sie wollte zudem dicke Geschäfte mit Zuchtpferden aus Bordeaux machen. Dafür soll sie größere Einzelbeträge kassiert haben. Der Prozess geht Donnerstag weiter.
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