Umweltpreis geht an Herzogenrather Clean-Lasersysteme

Von: epd
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Zwei Träger des Deutschen Umweltpreises 2010 kommen aus Herzogenrath (von oben links): Edwin Büchter und Dr. Winfried Barkhausen. Foto: dpa

Herzogenrath/Bremen. Bundespräsident Christian Wulff verleiht am Sonntag in Bremen den insgesamt mit 500.000 Euro dotierten Deutschen Umweltpreis. Europas höchste Auszeichnung dieser Art teilen sich nach Angaben der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) die Gründer der Firma Clean-Lasersysteme in Herzogenrath bei Aachen und der Mitgeschäftsführer des Freiburger Öko-Instituts, Rainer Grießhammer (57).

Einen Ehrenpreis bekommt der ehemalige sowjetische Präsident Michail Gorbatschow (79) für sein internationales Umweltschutzengagement.

Die Gründer des Laserunternehmens, Winfried Barkhausen (51) und Edwin Büchter (41), haben nach Stiftungsangaben eine mobil einsetzbare Laserreinigungstechnik entwickelt. Damit könnten Oberflächen etwa in der Metallindustrie umweltschonend mit Licht gereinigt werden. Für den Umweltschutz sei die Laserreinigungstechnik ein „Quantensprung”, sagte DBU-Generalsekretär Fritz Brickwedde.

Den Freiburger Rainer Grießhammer würdigte Brickwedde „als vielseitigen Vordenker, Forscher und Vermittler des Umweltschutzes”. Er personifiziere die erfolgreiche Arbeit des Öko-Instituts, das er als dessen „Leitfuchs” zu einer der führenden Umweltforschungs- und Beratungseinrichtungen im Land entwickelt habe.

Michail Gorbatschow habe sich nicht nur um die deutsche Einheit verdient gemacht, betonte Brickwedde. Als Vorsitzender der Umweltschutzorganisation „Green Cross International” habe er sich auch stets für den Umweltschutz eingesetzt: „Hätte es Gorbatschow nicht gegeben, wären die sowjetischen Truppen nicht aus Deutschland abgezogen und hätten riesige ehemals als Militärflächen genutzte Naturareale nicht freigegeben.”

Der Ehrenpreis des Deutschen Umweltpreises wird nach Angaben der Stiftung unregelmäßig vergeben. In den 18 Jahren seit der ersten Verleihung des Deutschen Umweltpreises 1993 ist das erst zweimal geschehen: 2004 an Hannelore Schmidt und 2005 an Heinz Sielmann.

Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt ist nach eigenen Angaben eine der größten Stiftungen in Europa. Sie fördert innovative beispielhafte Projekte zum Umweltschutz. Seit 1991 hat sie über 7500 Projekte mit mehr als 1,3 Mrd. Euro unterstützt.
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