Köln - Überfälle auf Taxifahrer beschäftigen erneut die Justiz

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Überfälle auf Taxifahrer beschäftigen erneut die Justiz

Von: dapd-nrw
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Köln. Vor dem Kölner Landgericht muss sich ein 22-Jähriger ab Freitag (1. April) erneut wegen versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung verantworten.

Der Mann war bereits im November 2009 von dem Gericht nach Jugendrecht zu sechseinhalb Jahren Freiheitsstrafe verurteilt worden. Er hatte zugegeben, im Mai und Juni 2006 zwei Taxifahrer brutal überfallen und ausgeraubt zu haben. Das erste Opfer prügelte er krankenhausreif, den zweiten Taxifahrer schlug er fast zu Tode.

Das Landgericht hatte zwar ein versuchtes Tötungsdelikt angenommen. Nach Überzeugung der Richter hätte der Täter aber „nicht mit dem Versterben des Opfers rechnen können, als er sich vom Tatort entfernte”, deshalb billigten die Richter ihm einen „Rücktritt vom Versuch” zu.

Dagegen hatte die Kölner Anklagebehörde vor dem Bundesgerichtshof im Oktober 2010 erfolgreich Revision eingelegt. Die obersten Richter teilten die Überzeugung der Ankläger, dass eine Verurteilung wegen versuchten Mordes sehr wohl denkbar sei, dies aber in erster Instanz nicht hinreichend überprüft worden sei. Eine andere Kammer des Landgerichts muss sich diesen Punkt ab Freitag nun sehr genau angesehen. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Angeklagte diesmal deutlich höher bestraft wird. Mit einem Urteil wird am 19. April gerechnet.

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