U-Bahn-Pfusch: Vorerst keine personellen Konsequenzen

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Köln. In Köln werden vorerst wohl keine personellen Konsequenzen aus dem U-Bahn-Pfusch gezogen. Es geht um Walter Reinarz, den Technik-Vorstand der Kölner Verkehrsbetriebe (KVB), die Bauherr des U-Bahn-Baus sind.

Der KVB-Aufsichtsrat hatte mit Reinarz über eine Vertragsauflösung verhandelt. Doch am Freitag teilte der Aufsichtsrat mit, er sehe „derzeit keine Möglichkeit mehr, mit Herrn Reinarz zu einer kurzfristigen Vertragsauflösung zu kommen”.

Der Aufsichtsrat argumentiert, dass die Ursache für den Einsturz des Kölner Stadtarchivs noch nicht feststeht. Die Ermittlungen dazu und zum U-Bahn-Pfusch allgemein dauern noch an. Deshalb gebe es derzeit keine juristische Grundlage für eine Abberufung von Reinarz.

Kölns Oberbürgermeister Jürgen Roters (SPD) dagegen hatte Reinarz am Jahrestag des Stadtarchiv-Einsturzes öffentlich kritisiert und ihm das Vertrauen entzogen.

Auch wenn die Staatsanwaltschaft ihre Ermittlungen noch nicht beendet hat, gilt es als sicher, dass der Einsturz mit dem U-Bahn-Bau zusammenhing. Darüber hinaus sind in mehreren unterirdischen Baustellen kriminelle Machenschaften aufgedeckt worden. So wurden in einer innerstädtischen Baustelle bis zu 83 Prozent der stabilisierenden Eisenbügel nicht eingebaut. Arbeiter sollen sie gestohlen und verkauft haben.
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