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„Tod in der Eifel” schlägt den AKV

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AKV / TV / Quote
AKV im „Ersten”: So schwankten die Zuschauerzahlen.

Aachen. Die gute Nachricht: Die Aachener Region war am Montagabend im Deutschen Fernsehen mit 12,76 Millionen Zuschauern und großem Abstand Marktführer. Die schlechte: Der Aachener Karnevalsverein (AKV) wurde in der ARD unter dem gleichzeitig ausgestrahlten ZDF-Krimi „Tod in der Eifel” arg gerupft.

Die nackten Zahlen: 4,13 Millionen Zuschauer (Quote 12,3 Prozent) für die Festsitzung. 6,64 Millionen (19,6 Prozent) für den Eifelkrimi. 6,12 Millionen (18 Prozent) für Günther Jauch bei RTL. AKV-Präsident Horst Wollgarten zieht bereits erste Schlüsse: „Der Quotenverlauf zeigt eindeutig, dass in Zukunft die Auftritte der Laudatoren und Ritter noch mehr Gewicht haben sollten und das Programm drumherum verstärkt den heutigen Marktbedürfnissen und der Veränderung der Zielgruppen angepasst werden muss.”

Und selbst in schwerer Stunde atmet er auf: „Wie gut, dass wir Gloria und Mario hatten und keine Politiker.” Es sei „müßig jetzt zu diskutieren”, ob gestrichene Aachener Programmteile wie Josef, Jupp und Jüppchen oder die Amigos „ein besseres Ergebnis gebracht hätten”. Aber: „Zumindest habe ich im Schnitt der Fernsehfassung nicht den Spannungsbogen von A bis Z erkannt.”

Sein Gesprächsbedarf mit dem WDR wird ohnehin erfüllt: Jetzt geht es in Verhandlungen um eine Verlängerung des ausgelaufenen, fünfjährigen ARD-Vertrages: „Ich gehe positiv in die Gespräche”, bekundet der 58-Jährige.

„Natürlich liegt hier noch kein Vertrag unterschriftsreif auf dem Tisch”, deutet WDR-Sprecherin Kristina Bausch an, dass es zu diesem frühen Zeitpunkt noch keine Tendenz gibt. Ihr Sender sei jedenfalls von der Quote „nicht enttäuscht”. Denn: „Montags ist in der ARD ein variabler Sendeplatz, den wir vielfach mit Dokumentarfilmen oder wie vergangene Woche mit einem Fernsehfilm besetzen.”

Letzterer erzielte 3,9 Millionen Zuschauer, die Dokumentarformate lägen in der Regel bei 2,5 bis drei Millionen.” Den Wechsel vom gewohnten Sonntag begründet sie damit, „dass an diesem klassischen Fernsehabend” in der Tat mit dem Tatort sieben bis acht Millionen zu erreichen seien. Das Problem sei ein grundsätzliches: „Für Karnevalssendungen wird es heutzutage nicht einfacher. Sie binden überwiegend ältere Zuschauer.”

So musste sich der AKV mit schlappen 250.000 Interessierten in der TV-Zielgruppe der Jüngeren zwischen 14 und 49 Jahren begnügen - nach einer Werteskala der Privatsender betrug deren Marktanteil magere 1,9 Prozent. In anderen Worten: 3,88 Millionen AKV-Fernsehfans waren über 50 Jahre alt.

Wollgarten will „aus allen Erkenntnissen Schlüsse ziehen”, wozu er sich offensichtlich auch an Tabus heranwagt: „Das rein Karnevalistische findet offensichtlich immer weniger Akzeptanz.”
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