Aachen - Tod im Ostviertel: Notwehr oder Verbrechen?

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Tod im Ostviertel: Notwehr oder Verbrechen?

Von: stm
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Aachen. Zunächst hatte alles nach Mord oder Totschlag ausgesehen: Blutüberströmt war in der Nacht zum Samstag um 1.30 Uhr ein 28 Jahre alter Mann aus Polen im Treppenhaus eines Mehrfamlienhauses an der Elsassstraße gefunden worden.

Die Einsatzkräfte konnten nur noch seinen Tod feststellen. Das Opfer war offenbar durch Messerstiche in den Oberkörper zu Tode gekommen. Das bestätigte später auch die Obduktion der Leiche in der Kölner Rechtsmedizin.

Zunächst gab es einen schnellen Ermittlungserfolg: Ein 67 Jahre alter Mann aus Bosnien wurde als Tatvedächtiger festgenommen. Doch bei den anschließenden Venehmungen stellte sich die Lage alles andere als klar dar. Der Mann gab an, das Messer in Notwehr gegen den körperlich deutlich überlegenen 28-Jährigen eingesetzt zu haben. Da die Ermittler hier zunächst keinen Gegenbeweis antreten konnten, wurde der 67-Jährige am Samstagabend wieder auf freien Fuß gesetzt.

Die Ermittlungen der Mordkommission dauern an. Hintergrund des Geschehens ist offenbar zunächst ein Streit an der Wohnungstür des 67-Jährigen gewesen. „Offenbar wollte der jüngere Mann etwas von dem älteren, worüber es dann zu der Auseinandersetzung kam”, so Oberstaatsanwalt Robert Deller. Diese Auseinandersetzung sei dann entsprechend heftig geworden. Mit der Folge, dass der junge Mann schließlich Tod am Boden lag.

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