Bonn - Tod bei Sado-Maso-Spiel: 21-Jährige angeklagt

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Tod bei Sado-Maso-Spiel: 21-Jährige angeklagt

Von: dpa
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Bonn. Nach dem Tod eines 49-jährigen Bonners, der bei einem Sado-Maso-Spiel erstickt ist, muss sich eine heute 21 Jahre alte Frau wegen Körperverletzung mit Todesfolge verantworten. Die Bonner Staatsanwaltschaft hat die angehende Kinderpflegerin am Dienstag angeklagt.

Die zur Tatzeit 19-Jährige hatte sich auf eine Stellenanzeige des späteren Opfers gemeldet. Der Mann hatte in einer Zeitschrift „Top-Jobs für Schüler und Studenten” inseriert. Bevorzugt suchte der Mann, der seit 1996 Sado-Maso-Sex praktizierte, Frauen zwischen 16 und 25 Jahren, die ihn durch Zudrücken von Nase und Mund in die Bewusstlosigkeit bringen sollten. Auch hatte der Auftraggeber eine gute Honorierung versprochen.

Am 11. Oktober 2008 hatte die Angeklagte den Auftraggeber ­ wie verabredet - mit Klebeband gefesselt und geknebelt und die Nase zu gehalten. Vereinbart war auch, dass sie die Nase auch dann nicht freigeben sollte, wenn er um Hilfe rufen würde. Entsprechend ignorierte sie einen Hilfeschrei und ein Aufbäumen des gefesselten Opfers und machte weiter wie vereinbart. Laut Anklage hätte der Tod verhindert werden können, wenn sie rechtzeitig aufgehört hätte, die Luftzufuhr abzuschneiden.

Nachdem es der Angeklagten nicht gelungen war, den 49-jährigen wiederzubeleben, versuchte sie zunächst die Tat zunächst zu vertuschen. Vier Tage später meldete sie sich bei der Polizei und legte ein Geständnis ab. Wegen versuchter Strafvereitelung ist ein 29-jähriger Freund mitangeklagt, der ihr nach dem Tod des Mannes geholfen haben soll, Beweismittel aus der Wohnung zu vernichten. Der Prozess findet vor dem Bonner Jugendschwurgericht statt.

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