Wegberg-Harbeck - Tod auf der Kirmes: 17-Jähriger durch Messerstiche getötet

Tod auf der Kirmes: 17-Jähriger durch Messerstiche getötet

Von: Rainer Herwartz
Letzte Aktualisierung:
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Bei einer Kirmes in Wegberg-Harbeck ist in der Nacht zu Sonntag ein 17-Jähriger getötet worden. Foto: Claudia Krocker

Wegberg-Harbeck. Die diesjährige Harbecker Kirmes wird zweifellos auf traurige Weise in die Annalen des 1000-Seelen-Ortes eingehen. Denn dort, wo eigentlich noch bis zum Dienstag Jubel, Trubel und ausgelassene Fröhlichkeit das Bild bestimmen sollten, herrschte am Sonntag eine beinahe schon gespenstische Stille.

Nach einer Messerstecherei mit tödlichem Ausgang in der Nacht zum Sonntag wurde das Kirmestreiben kurzerhand komplett abgesagt.

Wie sich die verhängnisvollen Ereignisse nach Mitternacht genau zugetragen haben, konnte Lothar Gathen, Sprecher der Staatsanwaltschaft Mönchengladbach, am Sonntag noch nicht sagen. Offenbar sei es zwischen zwei Personengruppen zu einem Streit gekommen, der später auf furchtbare Weise eskalierte. „Es ging wohl um ein Mädchen“, meinte Gathen gegenüber unserer Zeitung.

Ein 17-Jähriger, dem Vernehmen nach der Sohn einer Kaufmannsfamilie, habe in diesem Zusammenhang einem 18-Jährigen gegen den Kopf geschlagen. Der 18-Jährige habe dann die Lokalität verlassen, sei jedoch wenig später – mit einem Schweizer Taschenmesser bewaffnet – zurückgekehrt. Nach Informationen des Oberstaatsanwalts stach er zweimal auf den 17-Jährigen ein und verletzte diesen tödlich. Auch ein weiterer Mann sei mit dem Messer attackiert, aber nicht schwer verletzt worden. Nach Informationen unserer Zeitung soll es sich hierbei um den Bruder des Opfers gehandelt haben.

Auch Wegbergs neu gewählter Bürgermeister Michael Stock befand sich zum Zeitpunkt des Geschehens auf dem Festgelände. „Ich habe aber nur mitbekommen, dass der Rettungswagen plötzlich fuhr.“ Da Stock sich im Inneren des Festzeltes befand, die Tat sich jedoch außerhalb abspielte, wie auch ein größerer Blutfleck im Außenbereich erahnen lässt, musste sich der Bürgermeister am Sonntag auch erst einmal über die traurigen Einzelheiten der Geschehnisse informieren.

Noch in der Nacht sei der Täter jedenfalls festgenommen worden, bestätigte Gathen. Ob er sich gestellt hat, bis zum Eintreffen der Polizei etwa durch Zeugen festgehalten worden sei oder zu Hause angetroffen wurde, konnte Gathen nicht sagen. Am Montag soll der 18-Jährige nun einem Haftrichter vorgeführt werden. Vor Ort standen die Menschen am Sonntag noch unter Schock und wollten sich zu dem tödlichen Ausgang eines so fröhlich begonnenen Festes nicht äußern.

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