Aachen - Tivolilauf: Favoritin stürzt zu Beginn und siegt am Ende doch

Tivolilauf: Favoritin stürzt zu Beginn und siegt am Ende doch

Von: ger
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1100 Läuferinnen und Läufer
1100 Läuferinnen und Läufer waren beim Tivoli-Lauf dabei. Probleme gab es nur zu Beginn: „Wir haben versucht, den Start zu entzerren. Aber das war nicht ganz ausreichend,” sagte Alemannias Abteilungsleiter Rüdiger Coerdt.

Aachen. Als alle Läufer an die Linie auf dem Boden neben dem Tivoli traten, stieg die Anspannung sichtlich. Es war mucksmäuschenstill. Dann kam Rüdiger Coerdt mit einer kleinen schwarzen Ledertasche. Er zog die Startpistole heraus.

„Jetzt wird es hier laut”, warnte der Abteilungsleiter Leichtathletik von Alemannia Aachen. Dann drückte er ab und schickte die Sportler mit einem lauten Knall auf die Halbmarathon-Strecke durch die Soers und über das Gelände der Alemannia und des Aachen-Laurensberger Rennvereins.

Doch gleich zu Beginn gab es eine Schrecksekunde. Im wilden Getümmel stürzte mit Steffie Jansen vom Team Aachener Engel eine Favoritinnen auf den Sieg. „Mir ist jemand in Hacken gelaufen.” Das sei zwar ärgerlich, aber „ich bin froh, dass das Knie noch heil ist”, sagte Jansen, die Schürfwunden an Knie, Schulter und Ellenbogen davontrug.

Unterdessen lief die Organisation des Laufs reibungslos. Das siebenköpfige Team von der Alemannia-Leichtathletikabteilung hatte alle Hände voll zu tun. Edgar Stein saß im Meldebüro und nahm Nachmeldungen für die Läufe auf. Zudem gab er die Startnummern für die ankommenden Teilnehmer aus. „Vor den jeweiligen Starts wird es hier immer richtig voll”, sagte Stein. Er hatte noch einiges zu tun, denn während die Läufer auf der Halbmarathonstrecke unterwegs sind, trudeln die Starter für die Schüler-, Jugend-, Bambini- und Jedermann-Läufe ein. Insgesamt nahmen rund 1100 Sportler teil.

Los ging der Tag für die Organisatoren schon um fünf Uhr in der Früh. „Das ist schon beachtlich, dass da so viele Helfer da waren”, sagte Thorsten Weidemann vom Organisationsteam. Man musste die angelieferten Gitter an der Strecke verteilen, um die Sicherheit der Läufer zu gewährleisten. „Das war schon eine enorme Leistung. Das war ein hartes Stück körperliche Arbeit”, sagt Weidemann. Abteilungsleuiter Coerdt ist insgesamt sehr zufrieden mit der Arbeit der Helfer: „Das ist eine sehr schöne Erfahrung, dass so viele Leute in ihrer Freizeit zum Gelingen des Laufs beitragen.”

Derweil kämpfen die Läufer auf der Strecke mit den hohen Temperaturen und dem anspruchsvollen Profil. Drei Runden sind zu laufen. Es geht jeweils durch den Tivoli hindurch. Dort laufen die Sportler eine Runde durch das Fußballstadion. Dabei wird jeder beim Einlauf in die Arena auf der Video-Wand gezeigt. Das sorgt für sehr gute Stimmung auf den Rängen. Die Zuschauer, die im Business-Bereich des Stadions Platz genommen haben, feuern ihre Favoriten dabei kräftig an. Auch durch das Reitstadion des ALRV führt der Weg der Läufer.

Doch die sportlich markanteste Stelle der Strecke ist ohne Frage der Anstieg aus der Soers hinauf nach Berensberg. Sehr gut klar mit dem Profil kam Stefan Schnorr von der Aachener TG. Er siegte in knapp einer Stunde und 15 Minuten. „Der Anstieg nach Berensberg ist schon die schwerste Stelle”, sagte er. „Während des Laufs habe ich gar nicht so auf die Umgebung geachtet. Aber beim Zieleinlauf war es schon sehr schön, dass hier so viele Leute sind”, sagte Schnorr.

Obwohl Schnorr gewann, kam er nicht als erster ins Ziel. André Collet, Schlussläufer einer Staffel der Aachener TG, war kurz vor ihm dort. Mit dabei in der siegreichen Staffel waren auch Philipp Nawrocki, der die Einzelwertung in den vergangenen beiden Jahren gewonnen hatte, und Marius Peters. „Ich bin froh, dass ich nur die dritte Runde laufen musste”, gab Collet mit einem Lächeln zu. „Das ist eine sehr selektive Strecke, aber sie ist auch sehr abwechslungsreich, deshalb gefällt sie mir so gut”, sagte Collet.

Zu Beginn des Rennens wurde Steffie Jansen zwar noch vom Pech verfolgt. Ihren Sturz steckte sie aber sehr gut weg und gewann am Ende die Frauenkonkurrenz in einer Stunde und 28 Minuten. Jansen verteidigte damit ihren Titel aus dem vergangenen Jahr. Ihr Sturz bereitete den Organisatoren dennoch einiges Kopfzerbrechen. „Wir haben schon versucht, den Start zu entzerren. Aber offensichtlich war das nicht ganz ausreichend”, sagte Coerdt.
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