Telefonzelle explodiert

Von: Stefan Klassen
Letzte Aktualisierung:
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Eine Explosion in der Nacht zum Donnerstag hat die Telefonzelle in Baesweiler völlig zerstört.

Baesweiler. In der Nacht zum Donnerstag sind Sprengstoffexperten des Landeskriminalamtes (LKA) nach Baesweiler gerufen worden. In einer Telefonzelle hatte es eine heftige Explosion gegeben. „Die Spuren werden nun untersucht und analysiert, ein Ergebnis liegt noch nicht vor.”

Nach dem Einsatz ihrer Kollegen hält sich Michaela Heyer, LKA-Sprecherin, bedeckt. Wer und was die Explosion ausgelöst hatte, ist noch unklar.

Anwohner hatten am späten Mittwochabend die Polizei gerufen. Diese fand eine total beschädigte Telefonzelle mit aufgesprengtem Münzapparat vor, die Gummidichtungen der Fensterscheiben lagen auf der Straße, Glassplitter waren im Umkreis von fast 15 Metern verteilt. Menschen wurden nicht verletzt.

Als Ursache der Explosion vermuten die Ermittler „nicht unbedingt einen Sprengstoff”, sagt Michael Houba, Sprecher der Aachener Polizei. „Möglich ist, dass der oder die Täter etwas ausprobieren wollten.” Die bei der Untersuchung federführende Kripo Herzogenrath „ermittelt jedenfalls in alle Richtungen” - unterstützt von den LKA-Experten.

Möglich sei, dass dabei auch vergleichbare Fälle herangezogen werden, die in der Vergangenheit in der Region polizeilich erfasst wurden. Laut Houba waren bereits Zigaretten- und Geldautomaten das Ziel ähnlicher Attacken. Mit einem Ergebnis aus Düsseldorf, worum es sich beim Explosions-Auslöser gehandelt hat, rechnet der Polizeisprecher in etwa einer Woche.

Für die Telekom, die jährlich rund 1,2 Millionen Euro für Vandalismusschäden ausgeben muss, sind heftige Explosionen wie am Mittwochabend in Baesweiler in Telefonzellen eine Seltenheit. Unternehmenssprecher George McKinney erinnert sich an Vorfälle 2008 in Essen und in diesem Jahr in Strausberg. „Sprengungen kommen aber nicht oft vor, deshalb gibt es darüber bei uns auch keine statistischen Erhebungen.”
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