Tausende Belgier ohne Strom, eine Tote in Holland

Von: dpa
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Schäden nach Unwetter in Belgien
Kinder stehen vor einer Turnhalle in Belgien, die am Mittwoch bei einem schweren Unwetter beschädigt wurde. Foto: dpa

Brüssel/Amsterdam. Nach den heftigen Unwettern waren in Belgien auch am Donnerstag noch Tausende Menschen ohne Strom.

Seit dem Abend mussten in Dinant im Süden des Landes 7500 Menschen ohne Elektrizität auskommen, berichtete die belgische Nachrichtenagentur Belga. Bei den Unwettern wurden 16 Menschen verletzt, Tote gab es entgegen ersten Meldungen keine.

In Erquelinnes, an der belgisch-französischen Grenze, verletzte sich ein Lastwagenfahrer schwer, als ein Baum auf sein Fahrzeug fiel. In Jodoigne östlich der Hauptstadt Brüssel stürzte das Dach eines Sportzentrums ein. Dabei wurden 15 Menschen leicht verletzt. Der Regen überflutete mehrere Stadtteile von Brüssel.

Ein Mini-Tornado fegte über den Süden und Osten des Landes, wo Bäume umknickten und Straßen blockierten. Telefonleitungen waren zeitweise unterbrochen. In vielen Häusern liefen die Keller voll Wasser.

In Böen erreichte der Sturm eine Geschwindigkeit von bis zu 122 Kilometern pro Stunde. Zwischen den Städten Charleroi und Ottignies fuhren auch am Donnerstagmorgen laut Belga noch keine Züge.

Tornado verwüstet Campingplatz

In den Niederlanden hatte ein heftiger Tornado einen Campingplatz nahe der Grenze zu Nordrhein-Westfalen verwüstet. Eine Frau wurde getötet, acht andere Urlauber erlitten teils schwere Verletzungen. Drei von ihnen wurden am Donnerstag noch auf einer Intensivstation behandelt. Ihr Zustand sei aber stabil, erklärten Ärzte.

Der gewaltige Luftwirbel fegte am Mittwochabend bei der Ortschaft Vethuizen etwas nördlich von Emmerich etliche Zelte hinweg und schleuderte fast 20 Wohnwagen durch die Gegend, teilte die Polizei mit. Mehrere landeten in einem See.

Fast 85 Camper verloren ihre Ferienunterkünfte; viele wurden zunächst in Hotels der Umgebung einquartiert. Auch an Wohnhäusern entstanden teils erhebliche Schäden. Rettungskräfte wurden durch umgestürzte Bäume und Strommasten auf den Anfahrtswegen behindert.

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