Tagebaugebiet Garzweiler wird verkleinert: RWE passt Planung an

Von: dpa
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RWE will am Freitag die neuen Pläne zum Tagebau in Garzweiler bekanntgeben. Foto: Oliver Berg/dpa

Inden. Der Energiekonzern RWE will nach der beschlossenen Verkleinerung des Braunkohletagebau-Gebietes Garzweiler II am Freitag seine Planungsänderungen vorstellen. In einer Klausurtagung soll der Konzern dem Braunkohlenausschuss Details etwa zu Zeitplan, Abbau und zur Rekultivierung mitteilen, wie die Bezirksregierung mitteilte.

Nach dem bisherigem Konzept soll der Abbau bis 2045 laufen und danach ein 23 Quadratkilometer großer See als Teil einer Seenlandschaft mit drei Tagebauseen entstehen. Nach Einschätzung der vom Tagebau betroffenen Stadt Erkelenz müsste durch Reduktion des ursprünglichen Abbaugebiets dieser Restsee eine ganz andere Lage bekommen. Fraglich ist für die Kommunen, ob der Betrieb vor dem Hintergrund der geplanten Kraftwerksstillegungen bis 2045 laufen wird.

Die rot-grüne Landesregierung hatte das Gebiet des umstrittenen Braunkohletagebaus Garzweiler II in einer Leitentscheidung 2016 um ein Drittel verkleinert. Geschätzt werden damit 400 Millionen von 1,2 Milliarden Tonnen Braunkohle nicht ausgebaggert. Rund 1400 Menschen in der Ortschaft Holzweiler, einer Siedlung und einem Hof wurden von der Umsiedlung verschont. Die schwarz-gelbe Landesregierung hatte angekündigt, an dem Garzweiler-Beschluss der Vorgänger-Regierung nichts zu ändern.

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