Aachen - Suspendierung gegen Schulrat aufgehoben

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Suspendierung gegen Schulrat aufgehoben

Von: gego/ben
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Schulamtsdirektor Norbert Greuel aus Aachen darf an anderer Stelle seine Arbeit wieder aufnehmen. Foto: Heike Lachmann

Aachen. Die Suspendierung des Aachener Schulrates Norbert Greuel ist aufgehoben. Seine Arbeit wird Greuel allerdings nicht bei der Städteregion Aachen wieder aufnehmen, für deren Förderschulen er verantwortlich war, sondern an anderer Stelle.

Entsprechende Informationen unserer Zeitung wollte die Bezirksregierung Köln am Montag jedoch nicht bestätigen. Ein Sprecher erklärte, zu Personalangelegenheiten würden grundsätzlich keine Auskünfte erteilt. Mit dem Ende von Greuels Suspendierung, die nach dem Beamtenrecht auch weiter hätte aufrechterhalten werden können, endet eine für die Bezirksregierung hoch peinliche öffentliche Debatte darüber, wie das Land mit seinen Lehrern umgeht. Sogar im nordrhein-westfälischen Landtag hatte der Fall Greuel für emotionale Diskussionen gesorgt, die mit einer Heftigkeit geführt wurden, wie sie in deutschen Parlamenten nur selten zu erleben ist.

Während eines Forums unserer Zeitung, an dem unter anderem auch Schulministerin Sylvia Löhrmann (Grüne) teilgenommen hatte, entrüsteten sich vergangene Woche diverse Leiter von Förder- und Regelschulen ebenso wie Verbandsvertreter über das Vorgehen der Bezirksregierung und sprachen sich einhellig für die Rückkehr Greuels in sein Amt aus. Die Schulministerin erklärte, sie nehme dies zur Kenntnis, ebenso wie die zahllosen empörten Leserbriefe in den Aachener Zeitungen. Schon zuvor war Löhrmann öffentlich von der Bezirksregierung abgerückt, aus den Reihen ihrer Fraktion im Landtag hieß, sie sei mit dem Vorgehen der Kölner Behörde überhaupt nicht glücklich. Während der vergangenen Tage nun trat die Wende im Fall Greuel ein.

Nach Informationen unserer Zeitung wurde gegen Greuel zwar ein formelles Disziplinarverfahren eröffnet. Doch die aufgehobene Suspendierung ist wohl als Indiz dafür zu werten, dass die aus dem Verfahren entstehenden Konsequenzen für Greuel weit weniger drastisch werden dürften, als noch vor Wochen zu befürchten stand. Die Bezirksregierung wirft Greuel vor, ihr über seinen Beitrag zu einem Brief, den 20 Leiter von Förderschulen in der Städteregion an die Schulträger geschrieben hatten, nicht die Wahrheit gesagt zu haben.

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