Düsseldorf/Aachen - Sturm verschont das Land

Sturm verschont das Land

Von: dpa/zva
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Orkantief Carmen
Der Orkan „Carmen” ist mit heftigem Regen und starken Böen über Nordrhein-Westfalen hinweggezogen. Menschen kamen nicht zu Schaden. Foto: dpa

Düsseldorf/Aachen. Das Sturmtief Carmen hat sich in der Nacht über Nordrhein-Westfalen abgeschwächt und Polizei und Feuerwehren nur wenig Arbeit beschert.

Mancherorts wurden Baustellenzäune umgerissen und Planen verweht. Im Sauerland blieben in Waldbereichen vorsorglich noch zwei Straßen einige Stunden gesperrt. Der erste Schnee, der am Vorabend den Kahlen Asten überzuckert hatte, war am Morgen wieder geschmolzen.

„Ein ganz normaler Herbststurm” war es dann am Ende des Tages auch für die Einsatzkräfte. Georg Schmidt, Lagedienstleiter der Aachener Feuerwehr: „Wir hatten von 15 Uhr an insgesamt 14 Einsätze. Das ist für einen Sturm relativ wenig.”

Während die Sturmböen auf dem Brocken im Harz 150 km/h erreichten, waren es in Aachen nach Angaben der Wetterwarte 80 km/h - das entspricht Windstärke 9. Die Leitstelle der Polizei registrierte ab 14 Uhr bis in den Abend hinein zehn wetterbedingte Einsätze in Aachen und zwölf im übrigen Gebiet der Städteregion. Häufig mussten die Einsatzkräfte vorsorglich ausrücken. Die Polizei hatte ihr Personal in weiser Voraussicht verstärkt.

Um 20 Uhr ebbten die Einsätze aber auch schon wieder ab. Bis 9 Uhr am Freitag gab es aus polizeilicher Sicht „keine nennenswerten” Sturmeinsätze und vor allem keine Verletzten.

Die Wetterfrösche in der „Unwetterzentrale” hatten seit dem Morgen „Warnstufe Orange” ausgegeben. In der Akutwarnung vor Sturm und Orkan war von Böen die Rede, die im Raum Aachen bis zu 100 km/h erreichen könnten. Deshalb hatte die Aachener Feuerwehr zehn Kitas und Schulen kontaktiert, in denen Martinszüge stattfinden sollten, und derlei Aktivitäten - insbesondere Martinsfeuer - untersagt. „Und die Einsicht bei den Veranstaltern war groß”, sagte Schmidt.

Sämtliche Martinsfeuer abgesagt hatte am Nachmittag auch die Stadt Alsdorf. Dort, wo in der Region trotz des Sturms Martinszüge stattfanden, nahmen sie vielerorts kürzere Wege.
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