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„Sterne für den Kölner Dom”: Streit zwischen Stadt und Dompropst

Von: dpa
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Arbeit in luftiger Höhe: Am Kölner Dom ist immer was tun. Foto: dpa

Köln. Für das geplante Spendenprojekt des Domkapitels „11.000 Sterne für den Kölner Dom” hat die Stadt die Nutzung eines zentralen Platzes verweigert.

Auf dem Roncalliplatz unmittelbar vor dem Dom sollten den Planungen zufolge gegen Spenden Sterne mit Namensprägung der Geldgeber in den Boden eingelassen werden, sagte Dompropst Norbert Feldhoff am Freitag in Köln. Über die Gründung der „Kulturstiftung Kölner Dom” könnten die Spenden in den Erhalt des gotischen Weltkulturerbes fließen, der täglich 30.000 Euro koste. Die Stadt begründete ihr Nein laut Mitteilung des Presseamtes mit dem Fehlen eines „überzeugenden Konzepts”.

Der Dompropst als Initiator des Projekts sagte, man wolle über eine Ausschreibung namhafte Künstler weltweit ansprechen, um nach deren Vorschlägen den Roncalliplatz mit den Sternen zu gestalten. Die Sterne sollten unterschiedlich groß und für möglichst viele Bürger erschwinglich sein. NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) und Schauspielerin Mariele Millowitsch unterstützen neben weiteren Prominenten das Spendenprojekt, das zweistellige Millionenbeträge anstrebt. Im Internet können sich Interessierte bereits für den Stern-Erwerb vormerken lassen.

Die Stadt erklärte, für die Umsetzung des Projekts sei ein neuer Bodenbelag auf dem Roncalliplatz notwendig. Dieser werde so viel kosten, dass die Spendenaktion für das Domkapitel am Ende wenig lohnenswert sein werde. Dompropst Feldhoff pocht jetzt auf baldige „Diskussionen und Verhandlungen” mit der Stadt.

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