Sporter des Jahres Freisteller Sportlerwahl Sportlergala Freisteller

Stellt Aachen Bohlens Superstar?

Von: Robert Esser
Letzte Aktualisierung:
dsdsbild
Außergewöhnlich: Zwei Sänger aus unserer Region, Nelson Sangaré (links) und Marcel Pluschke standen im Finale von „Deutschland sucht den Superstar”. Foto: RTL

Aachen/Köln. Stürmt Deutschlands nächster Superstar aus Aachen die Musikcharts? Oder aus einem Paketlager bei Linnich? Mit dem Studenten Nelson Sangaré (24) und dem Lageristen Marcel Pluschke (19) kämpfen am Samstagabend ab 20.15 Uhr gleich zwei Kandidaten aus unserer Region unter den zehn Finalisten der Castingshow „Deutschland sucht den Superstar” (DSDS) um die Chance ihres Lebens.

Vor der RTL-Jury mit Lästermaul Dieter Bohlen und mehreren Millionen Fernsehzuschauern singt Nelson „Closer”, den romantischen Pophit von Ne-Yo. Marcel präsentiert „Ein Kompliment” der Sportfreunde Stiller.

„Englische Texte liegen mir nicht. Ich brauche zu lange, um sie zu verstehen und singen zu können”, erklärt Marcel mit entwaffnender Offenheit. Fremdsprachen waren nie sein Job. Wegen DSDS hat er seine Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik in Hückelhoven-Baal erstmal auf Eis gelegt. Die Abschlussprüfung war für Mai geplant.

„Die hole ich im Herbst nach - auf jeden Fall”, betont der 19-Jährige im Gespräch mit unserer Zeitung. Nachdem er sich gegen knapp 35.000 Mitbewerber bei der 7. DSDS-Staffel durchgesetzt hat, will der Gladbach-Fan am Samstag keinesfalls die Rote Karte kassieren. Marcel erlebt, wovon zahl- wie namenlose Heranwachsende träumen. „Ich kriege mehr als 300 Fannachrichten - jeden Tag. Das ist echt unglaublich”, sagt er. Aufregend? „Geht so. Aber ich vermisse meine Familie, vor allem die Spaziergänge mit meinem Bruder auf dem Land. Ich war wegen der ganzen Interviews, Proben, Foto-Shootings und Proben seit zwei Wochen kein einziges Mal zu Hause.” Wie die anderen Finalisten - sieben Jungs und nur drei Mädchen - hat RTL den bescheidenen Teenager aus der Jülicher Börde im 850 Quadratmeter großen DSDS-Loft in Köln einquartiert. Sicher ist sicher.

Seine Aachener Wahlheimat sieht Nelson, dessen familiäre Wurzeln bis Mali reichen, genauso selten. Der smarte Business-Student hat sich mit softer Stimme und hartem Waschbrettbauch in kürzester Zeit eine erstaunliche Fangemeinde verschafft. Die Internetsuchmaschine Google listet unter „Nelson Sangaré” weit mehr als 20.000 Einträge auf.

„Klar, ich werde alle paar Meter auf der Straße erkannt, darf Autogramme schreiben - obwohl ich noch gar keine Autogrammkarten besitze”, schildert Nelson die Folgen plötzlicher Prominenz. Doch Oberflächlichkeit scheint ihm fremd. Das beteuern nicht nur Freunde und Kommilitonen aus Maastricht, Aachen und Bonn, die ihn beim Live-Auftritt im Kölner Fernsehstudio lautstark unterstützen. Auch der Verein Aachener Engel, in dem sich Nelson lange ehrenamtlich für notleidende Jugendliche engagiert, lobt den Sänger in höchsten Tönen.

Hilfsbereit, bescheiden, sportlich, intelligent - Model und stürmischer Sänger: Nelson Sangaré spielt ganz vorne mit. Egal wie die Zuschauer wählen.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert