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Statt Beton doch Stahl am Kreuz

Von: Berthold Strauch
Letzte Aktualisierung:
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Viel (Lkw-)Verkehr: Die Autobahnen rund um Aachen werden durch zahlreiche Dauerbaustellen oft zum Nadelöhr. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Die Ursprungskonzeption der neu zu bauenden Hauptbrücke im Aachener Autobahnkreuz musste entscheidend überarbeitet werden, um die großformatige „Querungshilfe” sicher bauen zu können. Dies bestätigte Matthias Bächler, stellvertretender Leiter der federführenden Niederlassung Eifel-Ville des Landesbetriebs Straßenbau NRW in Euskirchen, auf Anfrage.

Im ersten Anlauf hatten die Planer eine Betonkonstruktion vorgesehen. Doch diese kostengünstige Lösung musste trotz einer statischen Unbedenklichkeitserklärung verworfen werden. Denn die Spannweite der Brücke lag über dem mit 35 Meter bezifferten Grenzwert der technischen Vorschriften. Es wollte wohl niemand die Verantwortung für den Fall übernehmen, dass etwas im „Gebälk” knirschen sollte.

Nun setzt der Landesbetrieb auf eine Stahlverbund-Konstruktion aus Fertigteilen - gleichfalls aus Gründen der Langlebigkeit. Während das Brückenfeld Richtung Düsseldorf wegen einer zusätzlichen Fahrspur 37 Meter messen wird, ist es in der anderen Fahrtrichtung exakt der besagte Grenzwert von 35 Metern. Die Kostenkalkulationen dürften laut Insidern etwa zehn Prozent über den ersten Kalkulationen liegen.

Genaue Zahlen liegen noch nicht vor, da laut Bächler erst diese Woche die Ausschreibung veröffentlicht werde. Dem Vernehmen nach liegt die Vorkalkulation bei rund zwölf Millionen Euro für das fertige Brückenbauwerk. Hinzu addiert werden die Kosten für die Anschlüsse der Fahrbahnen und Erdarbeiten.

Unterm Strich werden allerdings 21 Millionen Euro investiert. Denn diese Summe schließt den zeitgleich im Frühjahr beginnenden Bau des „Überfliegers” über die nach Köln führende Rampe mit ein. Diese zweite Brücke erlaubt es den Autofahrern, die von Brand kommen, ohne gefährliches Kreuzen von Fahrbahnen auf die A4 Richtung Aachen-Laurensberg und niederländische Grenze sowie zum Aachener Europaplatz (A544) weiterzufahren. Begonnen wird mit dem Abriss der alten „Düsseldorfer Hälfte”. Danach folgt der Neubau, dann der Abriss des Brückenteils auf den Gegenfahrbahnen und dessen Ersatzbau.

Der Zeitplan, bis 2014 mit dem kompletten Umbau des Verkehrsknotens fertig zu sein, soll gehalten werden, machte Bächler deutlich.

Bürgerbüro, Internetseite und zwei Webcams

Rechtzeitig bevor der Umbau am Aachener Kreuz richtig losgeht, will der Landesbetrieb Straßenbau NRW seine geplante Bürgerberatungsstelle am Flugplatz Merzbrück öffnen. Anfang März sollen die Renovierungs- und Einrichtungsarbeiten abgeschlossen sein. Ebenso soll dann eine Internetseite für die auf fünf Jahre kalkulierte Umbau- und Erweiterungsphase online gehen.

Zudem werden zu einem späteren Zeitpunkt zwei Webcams geschaltet. Sie sollen den Autofahrern einen Überblick über die Staulage an den beiden heute am stärksten belasteten Stellen geben. Das ist morgens die A44 von Düsseldorf kommend Richtung Niederlande und Aachen, sowie nachmittags die genau umgekehrte Richtung.

Nebenbei liefern die Webcams rund um die Uhr Livebilder vom Baufortschritt der bis zu 17-spurigen neuen Autobahntrasse.
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