Eupen - Startschuss für Vennbahn-Route

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Startschuss für Vennbahn-Route

Von: verena müller
Letzte Aktualisierung:
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Die Vennbahn-Trasse bei Konzen: Bis 2012 soll hier ein Radwanderweg verlaufen. Mit Rastplätzen und Beschilderung zu Sehenswürdigkeiten oder dem nächsten Café. Foto: Peter Stollenwerk

Eupen. Wenn alles nach Plan läuft, können ab Frühjahr 2012 Radfahrer und Wanderer von Aachen über Monschau und St. Vith bis nach Ulflingen der Vennbahn-Route folgen.

Am Donnerstag fiel in Eupen bei der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens (DG) der Startschuss für das Projekt, an dem zwölf Partner aus Deutschland, Belgien und Luxemburg beteiligt sind, die Begleitausschüsse werden jetzt ihre Arbeit aufnehmen.

14,5 Millionen Euro kostet das Vorhaben insgesamt, wobei 3,7 Millionen aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (Efre) fließen. Bis auf 900.000 Euro, die die Stadt Aachen für das Teilstück auf ihrem Gebiet übernimmt, werden die restlichen zehn Millionen Euro von den Projektpartnern getragen.

Das ist die DG, die Wallonische Region, das Land NRW, der Kreis Aachen, die Gemeinden Roetgen, Simmerath, Monschau und Weismes sowie das Eifel-Ardennen-Marketing-Büro EWIV. Einzelne Abschnitte sind schon (fast) fertig, das meiste steht den Projektpartnern aber noch bevor.

Vom Weg auf der Bahntrasse sollen künftig Wegweiser zu Sehenswürdigkeiten leiten, außerdem sollen entlang der Strecke Radwerkstätten, Übernachtungsmöglichkeiten und vieles mehr entstehen. Mindestens alle 20 Kilometer soll es Rastmöglichkeiten geben. Mit maximal zwei Prozent Steigung soll die Route familien- und seniorentauglich sein.

Der Kreisdirektor der Kreisverwaltung Aachen, Helmut Etschenberg, sieht die Vennbahn-Route schon unter den Top 10 der europäischen Wanderstrecken. Impulse, wie sie einst die Vennbahn nach ihrem Bau 1889 gebracht hat, erhoffen sich die Partner von der Route.

Dass wenige Meter neben den (Rad-)Wanderern eventuell auf der zweite Trasse wieder Züge verkehren könnten, sehen die Beteiligten nicht als Qualitätsminderung. „Die Bahnstrecke wird, wenn, vor allem touristisch genutzt werden müssen”, sagt der Vize-Ministerpräsident der DG, Bernd Gentges. „Schnellzüge werden auf keinen Fall dort fahren.” Sollte es zu einer Wiederbelebung kommen, müssten die gesamten Gleise erneuert werden. „Die kann man nicht mehr reparieren”, sagt Gentges.

Für den Abschnitt Stolberg-Eupen, der sich zum Teil mit dem nördlichen Stück der Vennbahn deckt, laufen derzeit Gespräche für eine Inbetriebnahme.
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