Standesämter in den jecken Hochburgen für 11.11. gewappnet

Von: kna
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Bonn. Der 11.11.2011 wird nicht nur die Narren auf die Straßen treiben: Am jecken Datum mit der „Schnapszahl des Jahres” stellen sich auch die Standesämter in den Karnevalshochburgen entlang des Rheins auf starken Andrang ein.

In Köln, Bonn, Düsseldorf und Mainz haben sich laut einer Umfrage der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) deutlich mehr Paare für eine Eheschließung angemeldet als an normalen Freitagen - und auch als in den vergangenen Jahren am 11.11. Einige Paare wollen verkleidet kommen, hieß es. Trotzdem solle es keine „Hochzeiten im Akkord” geben. Die Trauungen würden dem Anlass entsprechend gestaltet.

Vor allem in Köln haben Standesbeamte am Freitag viel zu tun. 133 Paare wollen sich das Ja-Wort geben, 88 davon im Historischen Rathaus in der Altstadt. Dort wird um 11.11 Uhr der Start in die Session gefeiert und kräftig geschunkelt. Die normalen Öffnungszeiten an diesem Tag reichten für zehn Eheschließungen, teilte eine Sprecherin mir. Um den außergewöhnlichen Andrang zu bewältigen, seien nun jedoch Sonderöffnungszeiten von 7.00 Uhr bis 17.30 Uhr eingerichtet. Los geht es mit einem Paar, das sich als „Hänneschen” und „Bärbelchen” verkleidet trauen lassen will, in Anlehnung an Hauptakteure aus einem Mundart-Puppentheater der Domstadt.

Auch das Düsseldorfer Standesamt erwartet kostümierte Paare. „Die Standesbeamten werden aber gekleidet sein wie immer”, betonte ein Sprecher. 111 Termine für Trauungen waren in Düsseldorf zu vergeben, aber „nur” 71 Paare hätten sich angemeldet. Der Rekord vom 9.9.1999 werde nicht gebrochen, so der Sprecher. Damals heirateten 77 Paare. Üblicherweise verzeichnet das dortige Standesamt rund 40 Eheschließungen pro Tag.

In Mainz war das Standesamt am 5.5.2005 voll wie nie. Das hatte laut Angaben der Stadt mit dem örtlichen Fußball-Klub Mainz 05 zu tun. Am Freitag lassen sich in Mainz 33 Paare trauen. Eine halbe Stunde ist pro Eheschließung vorgesehen. Nur wenige wollten kostümiert erscheinen, so ein Sprecher. „Den meisten Paaren geht es um eine normale Eheschließung an einem besonderen Datum.” In Bonn haben sich 28 Paare angemeldet. Das sei zwar viel für einen Freitag - aber wenig für ein Datum mit Schnapszahl, hieß es. Der 8.8.2008 oder 9.9.2009 seien beliebter gewesen. „Bei uns ist das weniger karnevalistisch angehaucht”, so eine Sprecherin.
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