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Spinnen-Schmuggler aus Bonn in Los Angeles vor Gericht

Von: dpa
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Vielbeinige Fracht: Ein Mann aus Wachtberg bei Bonn hat hunderte Vogelspinnen, unter ihnen sehr seltene Arten, in die USA geschmuggelt und damit bis zu 300.000 Dollar verdient. Jetzt droht ihm eine lange Haftstrafe in den Vereinigten Staaten, er steht in Los Angeles vor Gericht. Foto: dpa

Los Angeles/Bonn. Einem 37-jährigen Deutschen aus Wachtberg bei Bonn, der Hunderte Vogelspinnen mit der Post in die USA verschickte, droht eine lange Haftstrafe.

Der Mann habe sich am Dienstag vor einem Gericht in Los Angeles wegen Schmuggels schuldig bekannt, berichtete der US-Sender KTLA. Am 11. April will der Richter das Strafmaß festsetzen. Der Deutsche könnte eine Höchststrafe von 20 Jahren erhalten, teilte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Thom Mrozek, mit.

Laut Anklage packte der Mann die Vogelspinnen in Plastikbehälter und schickte sie illegal mit der Post Käufern weltweit zu. Er soll mit seinen Geschäften rund 300.000 Dollar verdient haben. Der Deutsche war Anfang Dezember am Flughafen von Los Angeles festgenommen worden.

Die Ermittlungen im Rahmen der „Operation Spiderman” hatten im März 2010 begonnen, als Beamten ein Paket mit rund 300 Vogelspinnen ins Netz gegangen war. Die Naturschutzbehörde spürte weitere Postsendungen desselben Absenders auf. Undercover-Agenten gaben sich als Käufer aus und erhielten aus Deutschland die illegale Fracht, darunter seltene Vogelspinnen, die dem Artenschutz unterliegen.

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