Köln - Spektakulärer Unfall: Sperrung bei Köln sorgt für lange Staus

Spektakulärer Unfall: Sperrung bei Köln sorgt für lange Staus

Von: Marc Heckert
Letzte Aktualisierung:
Unfall Autobahn A4
Am Abgrund: Der außer Kontrolle geratene Lastwagen schrammte über 100 Meter an einer Betonwand entlang und durchbrach schließlich die Leitplanke unmittelbar vor der Brücke über die A1. Foto: dpa

Köln. Nach einem dramatischen Unfall im Autobahnkreuz Köln-Nord ist den ganzen Mittwoch über auf den Autobahnen im Kölner Norden zu Staus gekommen. Ein Sattelschlepper war durch die Leitplanken an einer Brücke über die Autobahn 1 gebrochen - die Zugmaschine blieb erst in letzter Sekunde hängen. Die Sperrungen im Kreuz sollten bis spät in die Nacht dauern.

Nach dem Unfall in der Nacht konnte erst am Nachmittag die Verbindung von der A57 aus Neuss auf die A1 nach Leverkusen wieder freigegeben werden. Die Zufahrt von der von der A1 aus Leverkusen auf die A57 in Richtung Köln-Zentrum sollte dagegen bis mindestens 22 Uhr andauern. Bei dem Unfall war Dieselkraftstoff ausgelaufen, der Boden muss ausgeschachtet werden. Eine Probebohrung noch im Lauf des Abends sollte klären, wie umfangreich diese Arbeiten geplant werden müssen.

Der mit Getränkekisten vollbeladene Lastwagen war gegen 3.33 Uhr auf der Autobahn 1 in Richtung Süden gefahren und auf die A57 in Richtung Köln-Zentrum abgebogen. Aus unbekannter Ursache hatte der Fahrer dabei die Kontrolle über den Wagen verloren, der über einen Grünstreifen fuhr und über eine Länge von rund 100 Metern an einer Betonwand entlangschrammte. Schließlich durchbrach die Zugmaschine die Leitplanke vor der Brücke über die A1 und blieb in letzter Sekunde dort hängen.

Der 63-jährige Fahrer hatte Glück im Unglück: Er wurde nicht verletzt und konnte sich selbst aus seiner unangenehmen Lage befreien. Zur Bergung des havarierten Fahrzeugs musste jedoch die Zufahrt von der A1 aus Leverkusen auf die A57 in Richtung Köln-Zentrum gesperrt werden, ebenso die von der A57 aus Neuss auf die A1 in Richtung Leverkusen.

Die Bergungs- und Aufräumarbeiten zogen sich den ganzen Tag über hin. Entsprechend lange Staus bildeten sich auf dem vielbefahrenen Autobahnring rund um Köln. Schon am Vormittag standen die Autos zwischen dem Kreuz Köln-Nord und der Anschlussstelle Köln-Niehl auf vier Kilometern Länge.

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