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Serienvergewaltiger nun auch in Belgien vor Gericht

Von: dpa
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Eupen. Ein in Deutschland verurteilter Serienvergewaltiger aus der Eifel steht seit Mittwoch in Belgien erneut vor Gericht.

Der als Mitleids-Masche-Täter bekanntgewordene Mann aus Altenahr soll auch im Nachbarland vier Frauen vergewaltigt und mit einem Messer bedroht haben. Außerdem werden ihm eine Reihe von versuchten Vergewaltigungen vorgeworfen. Vor dem Eupener Strafgericht hat der Vater zweier Kinder die Taten weitgehend gestanden. Im Oktober 2010 hatte ihn das Landgericht Düsseldorf zu zehn Jahren Haft verurteilt und seine Unterbringung in einer geschlossenen psychiatrischen Anstalt angeordnet.

Bei seinen Taten in Belgien soll er seine Opfer nachts in Garagen, Seniorenheimen und Wohnhäusern überwältigt haben. Er habe dabei stets ein Messer bei sich geführt und Handschuhe getragen, wirft ihm die Anklage vor. Zu Prozessbeginn zeigte der Mann Reue. Er habe damals in einer Art Teufelskreis gesteckt, aus dem er nicht hinausgefunden habe. Erst in der Psychiatrie sei ihm bewusstgeworden, welches Leid er den Frauen angetan habe, sagte er mit tränenerstickter Stimme.

Bereits im Düsseldorfer Prozess hatte der zweifache Vater mehr als 1000 Sexualdelikte gestanden. Er wurde aber nur wegen eines Bruchteils davon verurteilt. Der Mann hatte sich vielfach als Behinderter ausgegeben, der seine Arme nicht bewegen könne, und Frauen um Hilfe beim Urinieren gebeten. In vielen Fällen war es dabei zu sexuellen Handlungen gekommen.

Zehn Monate nach dem Düsseldorfer Urteil war der Serienvergewaltiger nach Belgien ausgeliefert worden. Seitdem sitzt er in Verviers in Untersuchungshaft. Laut Absprache der deutschen und belgischen Justizbehörden soll er nach der Urteilsverkündung des Eupener Strafgerichts in einem Monat zurück in den deutschen Maßregelvollzug.

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