Selbstbewusste Sprüche bei „time 2 talk”

Von: Holger Richter
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Viererkette mit Moderatoren: Zum ersten „time 2 talk” der neuen Saison treffen sich Moderator Bernd Büttgens und die Alemannen Reinhold Yabo, Peter Hyballa, Marco Stiepermann und Bas Sibum sowie Moderator Achim Kaiser (von links) im Sportpark Kohlscheid. Foto: Martin Ratajczak

Herzogenrath. Peter Hyballa konnte nicht aus seiner Haut. „Mir steckt die Niederlage in Aue noch in den Knochen”, sagte der Alemannia-Trainer beim ersten „time 2 talk” der Saison am Dienstagabend im Sportpark Kohlscheid.

Da sei er wie die Fans: „Wenn wir gewonnen haben, ist die Woche toll. Wenn wir verloren haben, ist die Woche schlecht”, warb er bei den rund 400 Gästen der Alemannia-Gesprächsrunde der „Nachrichten” um Verständnis, dass „ich hier nicht herumalbere wie Thomas Gottschalk und Mike Krüger. Obwohl”, schränkte er ein, „ich viel besser aussehe als die beiden.”

Einen lockeren Spruch hatte Hyballa also trotz des 0:1 zum Saisonstart doch noch mitgebracht zu „time 2 talk”. Außerdem hatte der Aachener Trainer mit Bas Sibum, Marco Stiepermann und Reinhold Yabo drei seiner neuen Spieler und für die Moderatoren Bernd Büttgens und Achim Kaiser jeweils einen nigelnagelneuen Alemannia-Schal im Gepäck.

Derart ausgerüstet, ließen die Moderatoren Mittelfeldmann Bas Sibum die ersten Wochen bei der Alemannia Revue passieren. „Die ersten Wochen - vor allem im Trainingslager - waren sehr anstrengend”, erzählte der Niederländer, der während der Tage in Österreich auf familiäre Unterstützung bauen konnte. Denn sein Vater war zu Besuch. „Er ist einer meiner schärfsten Kritiker”, sagte Sibum, schließlich sei sein Vater früher selbst ein guter Fußballer gewesen, „nur das Laufen mochte er nicht”.

„Waggons zusammenhalten”

Ganz im Gegensatz zum Filius, der als 28-jähriger erfahrener Mann seinen jungen Mitspielern auf dem Spielfeld gerne so gut es geht helfen möchte. „Er soll als Nummer 6 die beiden Waggons Abwehr und Mittelfeld zusammenhalten”, beschrieb Hyballa die Aufgabe des Niederländers.

Im Mittelfeld-Waggon sitzt normalerweise auch Reinhold Yabo - allerdings nicht beim 0:1 in Aue. „Natürlich ist man enttäuscht, wenn man erfährt, dass man nicht spielt”, erzählte der 19-jährige Leihspieler vom 1. FC Köln. „Aber dann muss man weiterarbeiten und den Kopf hoch nehmen, damit man keine schlechte Stimmung im Kader verbreitet.” Seinen Wechsel nach Aachen hat der gebürtige Aldenhovener aber natürlich noch nicht bereut. „In Aachen ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass ich mich sportlich weiterentwickele.” Denn in Köln sei er stets zwischen Bundesliga- und Regionalligamannschaft hin- und hergependelt. „Ich fühlte mich nirgendwo so richtig zugehörig.”

Von der Qualität seiner neuen Mannschaft ist der Junioren-Nationalspieler jedenfalls überzeugt. „Man hat in Aue gesehen, wie viel Qualität in dieser Mannschaft steckt.” Denn trotz der Niederlage habe die Alemannia dort so gut gespielt, „das müssen uns andere Teams erstmal nachmachen”.

„Wir können so selbstbewusste Sprüche machen”, sagte Trainer Peter Hyballa dazu, „weil wir in Aue auch richtig gut gespielt haben.” Und mit diesem Selbstbewusstsein wird die Alemannia auch ins erste Heimspiel der Saison am Sonntag um 15.30 Uhr gegen Eintracht Braunschweig gehen. „Ich bin überzeugt, dass wir dieses Spiel gewinnen werden”, sagte Hyballa, wohlwissend, dass mit den Niedersachsen ein starker Gegner zum Tivoli kommen wird. „Das wird kein einfaches Spiel, aber einfache Spiele hatten wir auch in der vergangenen Saison nicht.”

Vorfreude aufs erste Heimspiel

Ob einfach oder nicht, Marco Stiepermann freut sich auf sein erstes Heimspiel am Tivoli. Er ist nach Aachen gekommen, weil ihn Spiele in der zweiten Mannschaft von Borussia Dortmund nicht weitergebracht hätten, „aber Spielpraxis in der Zweiten Liga bringt mich persönlich weiter”. Und Hyballa glaubt, dass Stiepermann auch die Alemannia weiterbringen wird. „Er wird sicher in der Zweiten Liga Tore im zweistelligen Bereich machen, wenn denn der Knoten mal geplatzt ist. Und er wird platzen.” Am besten schon am Sonntag gegen Braunschweig.
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