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Schwere Brandstiftung: Staatsanwalt fordert neun Jahre Haft

Von: Wolfgang Schumacher
Letzte Aktualisierung:

Aachen/Düren. Der Aachener Staatsanwalt Oliver dAvis war sicher: „Bei der Tat von Timo K. (23) handelt es sich um zweifachen versuchten Mord und um eine besonders schwere Brandstiftung. Bei beiden Delikten liegt der Strafrahmen bei bis zu 15 Jahren”.

In seinem Plädoyer vor dem Schwurgericht ging dAvis hart mit dem 23-Jährigen aus Nörvenich ins Gericht, sah das Mordmerkmal der Heimtücke verwirklicht. Insgesamt forderte er neun Jahre Haft.

Nach seiner Tat in der Nacht zum 20. Oktober 2007, als er nachts gegen 1 Uhr nahe einem freistehenden Wohnhaus in Nörvenich eine Gelbe Tonne anzündete und das Feuer schnell auf das holzverkleidete Haus übergriff, hatte sich der junge Mann gestellt und die Brandlegung gestanden. Er habe einen „Aussetzer” gehabt und könne heute nicht mehr sagen, warum er das getan habe.

Timo K. wollte eigentlich nur einen Freund besuchen, der nicht da war. Trotzdem: Das war dem Staatsanwalt nicht genug, das sei zu wenig Reue und keinesfalls ein ausreichendes Geständnis, außerdem sei der Angeklagte einschlägig vorbestraft. Er forderte eine harte Strafe, da das ältere Paar im Haus um Haaresbreite getötet worden wäre. Die Lebensgefährtin des 79-jährigen Hausbesitzer hatte den Brand rechtzeitig bemerkt.

Verteidiger Dirk Bach beantragte immerhin sieben Jahre Haft für seinen Schützling. Den Mordvorwurf könne er auf keinen Fall nachvollziehen, Timo habe „keine Gedanken” gehabt, das Paar zu töten, das Mordmerkmal Heimtücke treffe in diesem Fall nicht zu. Die psychiatrische Sachverständige hält den 23-Jährigen trotz Drogen und Alkoholgenuss vor der Tat für voll schuldfähig. Das Urteil fällt am Donnerstag, 10 Uhr.
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