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„Schwarzer Samstag” für Langläufer in Düsseldorf

Von: Martin Moravec, dpa
Letzte Aktualisierung:
Düsseldorf / Ski-Langlauf
Der Russe Alexej Petuchow jubelt nach seinem Sieg beim FIS Skilanglauf Weltcup am Samstag in Düsseldorf. Foto: dpa

Düsseldorf. „Schwarzer Samstag” für die deutschen Langlauf- Männer, Hoffnungsschimmer durch ein „Küken” bei den Frauen. Beim Heim-Weltcup am Düsseldorfer Rheinufer schieden alle neun gestarteten DSV-Herren am Samstag bereits im Prolog aus und verpassten die Finalläufe im Sprint.

„Bei diesem Ergebnis gibt es nichts zu beschönigen. Im Sprint sind wir von der Weltspitze noch sehr weit weg”, kritisierte Bundestrainer Jochen Behle.

Für eine positive Überraschung sorgte die erst 18-jährige Hanna Kolb aus Buchenberg. Bei ihrem ersten Weltcup-Start kam sie auf Rang elf und schaffte eine Teil-Norm für die Olympischen Winterspiele in Vancouver.

„Mein Vorteil war, dass ich ohne Druck an den Start gehen konnte. Ich bin nicht soviel zum Nachdenken gekommen”, sagte die Schülerin. Lob erhielt Kolb auch vom Bundestrainer. „Sie steht sensationell auf dem Ski. Für sie ist das ein Topereignis. Es kann passieren, dass sie ihre Reisepläne ändern muss”, bilanzierte Behle. Kolb fehlt noch eine Top-15-Platzierung, um bei Olympia starten zu dürfen. Für den Weltcup in einer Woche im Schweizer Davos steht sie im Kader.

Die Damen-Konkurrenz gewann bei Nieselregen die Schwedin Hanna Falk vor der Russin Natalia Korostelewa und Vesna Fabjan aus Slowenien. Die Oberwiesenthalerin Claudia Nystad belegte Platz 20. Evi Sachenbacher-Stehle aus Reit im Winkl kam nur auf Rang 29. „Ich musste froh sein, überhaupt den Prolog überstanden zu haben. Wir haben noch nicht ganz das abgeliefert, was wir uns alle erhofft haben”, sagte Nystad.

Die deutschen Herren hatten sich komplett bereits im Prolog verabschiedet. „Ich hatte schon nach der ersten Runde kein gutes Gefühl. Woran es gelegen hat, weiß ich aber auch nicht”, sagte Sprint-Spezialist Josef Wenzl aus Zwiesel.

Als bester Athlet des Deutschen Skiverbandes (DSV) kam er auf Rang 40. „Der Druck für ihn war groß. Ich bin aber zuversichtlich bei ihm”, meinte Behle. Den Sieg sicherte sich der Russe Alexej Petjukow. Er verwies im Finale die beiden Norweger Anders Glöersen und Eirik Brandsdal auf die weiteren Podestplätze.
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