Düsseldorf - Schutzgeld-Ermittlungen nach Attacke in Düsseldorf mit 44 Verletzten

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Schutzgeld-Ermittlungen nach Attacke in Düsseldorf mit 44 Verletzten

Von: dpa
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Rocker Düsseldorf Pizzeria
Die Pizzeria war am 8. Februar überfallen worden, einem Polizeisprecher zufolge waren vermutlich Rocker für den Angriff verantwortlich. Foto: David Young/dpa

Düsseldorf. Nach der Attacke mit 44 Verletzten in einer Düsseldorfer Pizzeria hat die Polizei Ermittlungen wegen des Verdachts der Schutzgeld-Erpressung eingeleitet. Das sagte ein Polizeisprecher am Dienstag auf Anfrage.

Rocker aus dem Umfeld der Hells Angels sollen für den Angriff an Altweiber in der Altstadt verantwortlich sein. Ein Rechtsanwalt teilte mit, die Hells Angels hätten mit dem Vorfall nichts zu tun.

In der Pizzeria waren 34 Menschen durch Tränengas verletzt worden und in der Folge zehn Beamte. Der Pizzeria-Inhaber hatte einer Zeitung gesagt, ein hochrangiger Rocker der Hells Angels sei am Donnerstag erschienen und habe Anteile am Geschäft verlangt. Als er abgelehnt habe, sei eine halbe Stunde später der Angriff erfolgt.

Hinter einer Attacke auf einen Döner-Imbiss im vergangenen November sollen ebenfalls Rocker aus dem Umfeld der Hells Angels stecken. Der Laden war damals vom selben Gastronom eröffnet worden, ebenfalls in der Düsseldorfer Altstadt.

Rechtsanwalt Wolf Bonn, der die Hells Angels regelmäßig vertritt, bestritt am Dienstag, dass es sich um eine Attacke der Rockergruppe gehandelt habe. Es werde zwar gegen einen Mandanten der Kanzlei im Zusammenhang mit der Pizzeria-Attacke ermittelt. Dieser Mandant sei auch Mitglied des vor wenigen Wochen aufgelösten Hells-Angels-Charters „D-City” gewesen. Die Angelegenheit stehe aber dennoch nicht mit den Hells Angels in Verbindung.

Die Ortsgruppe „D-City” hatte sich erst vor wenigen Wochen aufgelöst, nachdem mehr als 400 Polizisten eine Party der Rocker gesprengt hatten.

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