Köln - „Schull- un Veedelszöch” ziehen durch Kölner Innenstadt

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„Schull- un Veedelszöch” ziehen durch Kölner Innenstadt

Von: Jürgen Schön, dapd
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schull und veedelszöch
Gäste aus China ganz vorne: Die traditionellen „Schull- un Veedelszöch” (Schul- und Viertelszüge) sind am Sonntag durch die Kölner Innenstadt gezogen. Foto: dpa

Köln. Die traditionellen „Schull- un Veedelszöch” (Schul- und Viertelszüge) sind am Sonntag durch die Kölner Innenstadt gezogen. Angeführt wurde der Umzug der Schulen und Vereine von rund 60 Gästen aus Peking.

Nach Angaben der Veranstalter beteiligten sich zudem 48 Schulen und 47 Vereine aus den Stadtteilen an dem 7,5 Kilometer langen Umzug. Etwa 7500 Teilnehmer waren unterwegs. Rund 250.000 Zuschauer säumten die Strecke.

Die chinesische Gruppe war für die einheimischen Jecken dabei ein exotisches Fotomotiv. In Kostümen aus der Peking-Oper oder als Kung-Fu-Pandabär aus der Disney-Fabrik sorgten die Gäste aus Fernost für einen besonderen Farbtupfer. Hintergrund der Teilnahme war die Städtepartnerschaft, die seit 25 Jahren Köln und Peking verbindet.

Die heimischen Jecken nahmen bei strahlendem Sonnenschein dagegen vor allem das lokale Geschehen in den Blick. Konsequent zweisprachig gab sich die „Bilingo”-Grundschule, bei der schon im ersten Schuljahr der Unterricht zu 60 Prozent auf Englisch stattfindet: Unter dem Motto „Out of the egg - und schon jeck” hatten sich die Schüler als gelbe Küken verkleidet, denen noch die Eierschalen auf dem Kopf klebten.

Frösche hüpften um den Wagen des Stammtischvereins „Kölner Fründe von 1995”: Sie suchten eine neue Heimat, nachdem ein Naturschutzgebiet einem Hafenausbau zum Opfer fiel. Begleitet wurden die Gruppen von rund 800 Musikern der Schulen und Vereine. Hinzu kamen 24 externe Kapellen.

Wie jedes Jahr bewertete auch diesmal eine Jury die drei besten Gruppen, die dann am Kölner Rosenmontagszug (20. Februar) teilnehmen dürfen. Dazu werden dann rund eine Million Menschen erwartet.

Die „Veedelszöch” haben eine fast 80-jährige Tradition und sind auf mittelalterliche Gesellenbanden zurückzuführen, die ihren mühseligen Alltag aufs Korn nahmen. Seit 1952 ziehen die „Schullzöch” gemeinsam mit den „Veedelszöch” durch die Straßen Kölns.
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