Köln - Schnelle Bergung des Kölner Archivguts

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Schnelle Bergung des Kölner Archivguts

Von: dpa
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Köln / Stadtarchiv / Einsturz
Feuerwehrleute bergen in Köln Dokumente über den intakten Kellerbereichen in den Trümmern des Stadtarchivs. Etwa 80 Prozent der Archivalien sind bislang geborgen worden, ein großer Teil davon intakt. Bereits im April waren unerwartet intakte Kellerbereiche mit hochwertigen Archivalien gefunden worden. Foto: dpa

Köln. Die Bergung der verschütteten Archivalien in Köln wird voraussichtlich bis Ende Mai abgeschlossen sein. Das sei „viel schneller als ursprünglich gedacht”, sagte am Montag der Sprecher des Kölner Kulturamtes, Peter Schelenz. „Wenn Sie mal die Meldungen von Anfang März durchsehen, da war von vielen Monaten die Rede.”

Man gehe mittlerweile davon aus, dass 65 bis 80 Prozent der Archivbestände geborgen werden könnten - in ganz unterschiedlichem Zustand, von nahezu unbeschädigt bis sehr stark beschädigt. Der Rest sei beim Einsturz des Archivs am 3. März zerstört worden.

Am Freitag waren unter den Trümmern unerwartet intakte Kellerbereiche entdeckt worden. Wie Schelenz am Montag erläuterte, enthalten sie aber keine der wirklichen Kostbarkeiten. Es gehe um Zeitungen des 19. und 20. Jahrhunderts und um große Teile der Dienstbibliothek mit Literatur zur rheinischen Geschichte der vergangenen 200 Jahre. Auch einige Nachlässe seien darunter. „Das sind nicht die großen Schätze”, erläuterte Schelenz.

Beim Abtragen des Schuttkegels kämen die Helfer nun an die Grundwasserlinie. „Das ist dann noch mal eine ganz andere technische Herausforderung”, so Schelenz. Feuchtigkeit sei ganz besonders schädlich für Papierdokumente. Anschließend werde allein das Identifizieren der geborgenen Archivgüter fünf bis zehn Jahre in Anspruch nehmen, sagte der stellvertretende Archivleiter Ulrich Fischer.

Archivdirektorin Bettina Schmidt-Czaia sagte am Sonntag im Deutschlandradio Kultur, sie hoffe auf eine zügige Entscheidung zum Standort des geplanten Archiv-Neubaus. Man brauche eine Zukunftsperspektive und wolle sich nicht bis zur nächsten Kommunalwahl und darüber hinaus mit der puren Hoffnung auf einen Neubau herumquälen. Standort des Neubaus solle die Innenstadt sein, sagte Schmidt-Czaia. Das verbinde sich am besten mit dem Gedanken eines Bürgerarchivs. Es dürfe nicht wieder wie vor dem Einsturz in Vergessenheit geraten.

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