Düsseldorf - Schnee und Glatteis behindern Verkehr

Schnee und Glatteis behindern Verkehr

Von: ddp-nrw
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Düsseldorf. Schnee und Glatteis haben auch am Donnerstag für Verkehrsbehinderungen in Nordrhein-Westfalen gesorgt.

Mit dem ersten Schultag nach den Weihnachtsferien waren wieder mehr Fahrzeuge als an den Vortagen unterwegs. Auf den Autobahnen des Landes kam es nach Polizeiangaben im morgendlichen Berufsverkehr vielfach zu längeren Staus, weil die Fahrzeuge nur langsam vorankamen. In der Nacht zum Donnerstag waren in weiten Teilen von NRW mehrere Zentimeter Neuschnee gefallen.

Von einer größeren Zahl von witterungsbedingten Verkehrsunfällen war der Polizei zunächst nichts bekannt. „Wir gehen davon aus, dass die Autofahrer ihre Fahrweise den winterlichen Straßenverhältnissen angepasst haben”, sagte eine Polizeisprecherin.

Mit witterungsbedingten glatten Fahrbahnen muss auch in den nächsten Tagen gerechnet werden. Die Temperaturen bewegen sich dabei nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes weiter im Minusbereich. Am Freitag setze am Abend Schneefall ein, der sich in der Nacht ausweite und intensiver werde. Bei einer Tiefsttemperatur von minus sieben Grad und starkem Wind komme es verbreitet zu Schneeverwehungen, hieß es. Am Samstag und Sonntag wird es der Prognose zufolge lang anhaltend schneien.

Den Kommunen in Nordrhein-Westfalen geht derweil das Streusalz aus. Der Hauptgeschäftsführer des Städte- und Gemeindebundes NRW, Bernd Jürgen Schneider, nannte es problematisch, wenn kurzfristig nur die Autobahn- und Straßenmeistereien mit Streusalz beliefert würden. Quelle und Ziel allen Verkehrs seien letztlich die Innenstädte, die Gewerbegebiete und die Wohngebiete in den Kommunen. Ebenso wie der Landesbetrieb Straßen.NRW müssten die Städte und Gemeinden den Winterdienst leisten. „Unsere Bürger haben Anspruch auf sichere Verkehrswege. Rechtlich gibt es keine Verkehrssicherungspflicht erster und zweiter Klasse”, sagte Schneider.

Wegen des winterlichen Wetters sind zahlreiche Menschen in Nordrhein-Westfalen auf Hilfe von Bekannten und Nachbarn angewiesen. „Bei diesem Winterwetter haben viele alte und behinderte Menschen Angst, bei Schnee und Glatteis zu stürzen”, sagte die Landesbehindertenbeauftragte Angelika Gemkow in Düsseldorf. Sie appellierte an die Bürger, älteren und gehbehinderten Nachbarn etwa bei Besorgungen und Einkäufen oder auch beim Winterdienst zu unterstützen. Die Stadt Düsseldorf hat zum Schutz von Obdachlosen vor der Kälte am Rhein ein winterfestes Zelt mit zehn Schlafplätzen aufgestellt.

Angesichts der für das Wochenende angekündigten intensiven Schneefälle erinnert die Ingenieurkammer-Bau NRW an die Verantwortung der Eigentümer für die Sicherheit ihrer Gebäudedächer. Besonders Dächer von Supermärkten oder Sporthallen seien durch hohe Schneelasten gefährdet, sagte Kammerpräsident Heinrich Bökamp. Warnzeichen wie Verformungen an Trägern und dem Gebäude. müssten unbedingt beachtet werden. In Nordrhein-Westfalen sind Dächer in der Regel auf eine Belastung von 75 Kilogramm pro Quadratmeter ausgelegt. Diese könne bei extremen Wetterlagen überschritten werden.

Auch bei eisigen Außentemperaturen müssen Kinder nicht auf das Spiel im Freien verzichten. Bei richtiger Vorbereitung tue die Winterluft Kindern gut, erklärte ein Sprecher der nordrheinischen Kinder- und Jugendärzte in Düsseldorf. Eltern sollten ihren Kindern leichte und dennoch wärmende Skiunterwäsche anziehen. In die Schuhe gehören Thermosohlen. Gesicht und Lippen sollten mit einer reichhaltigen Fettcreme geschützt werden. Kommt es trotzdem zu Erfrierungen an Händen, Füßen oder Ohrläppchen, hilft als Erstmaßnahme die langsame Erwärmung der betroffenen Stellen.
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