Sattelschlepper rast in Häuser: Tote und Verletzte in Spa

Von: Marc Heckert
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Ausgebrannt: Nachdem der Transporter gegen mehrere Häuser gerast war, rutschte er noch Dutzende Meter weiter, bis er zum Stehen kam. Der Fahrer kam bei dem Unglück ums Leben. Foto: dpa
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Polizei und Rettungskräfte bemühten sich um die Opfer des Unglücks. Die Unfallstelle wurde abgesperrt, der Brand war gegen 13 Uhr unter Kontrolle. Foto: dpa

Spa. Zwei Tote und vier Verletzte: Das ist die Bilanz eines schweren Unfalls am Dienstag im belgischen Kurort Spa, rund 40 Kilometer südlich von Aachen. Im Stadtzentrum war auf einer Gefällestrecke ein Lastwagen außer Kontrolle geraten, rammte ein Auto und prallte dann gegen mehrere Häuser. Unter den Toten ist auch der Fahrer.

Der Unfall ereignete sich am Mittag auf der Rue de la Sauvenière, die von Südosten her ins Stadtzentrum führt. Der Lastwagen erfasste zunächst ein Auto und raste dann in einer Kurve in mehrere Gebäude. Nach dem Aufprall rutschte das Fahrzeug noch Dutzende von Metern die Gebäudefront entlang die Straße hinunter, bis es schließlich zum Stehen kam.

Der Lastwagen brannte völlig aus, auch eines der Häuser geriet in Brand. Der Fahrer des Transporters starb in den Trümmern. Der andere Tote war ein Fußgänger. Rettungskräfte löschten den Brand, gegen 13 Uhr war die Lage vor Ort wieder unter Kontrolle.

Offenbar hatten die Bremsen des Fahrzeugs versagt. Ein Augenzeuge sagte im belgischen Fernsehen, der Fahrer habe offenbar verzweifelt zu bremsen versucht: „Die Bremsen schienen zu brennen, als er auf die Häuser traf.“ Die Straße sei vor etwa 15 Jahren für den Lastwagenverkehr gesperrt worden, „weil sich damals praktisch der gleiche Unfall schon einmal ereignet hat“.

Bilder von der Unfallstelle zeigen eine regelrechte Schneise der Verwüstung mit schweren Schäden an den Gebäudfronten und weitflächig herumliegenden Trümmerteilen. Die Polizei sperrte das Unfallgebiet ab, ein Krisenzentrum wurde eingerichtet.

Der belgische Rundfunksenders BRF.be zititerte den Bürgermeister der Stadt, Joseph Houssa, wonach in dem getroffenen Auto zwei Insassen schwer verletzt worden seien. Sie wurden ins Lütticher Universitätsklinikum gebracht.

Die Straße ist für Fahrzeuge von mehr als sieben Tonnen Gewicht gesperrt. Der Unglückswagen soll verbotswidrig trotzdem auf der Strecke unterwegs gewesen sein, berichtet das Nachrichtenportal Sudpresse.be. Meldungen, wonach es sich um einen Gefahrguttransport gehandelt haben soll, bestätigten sich nicht. Der Sattelschlepper hatte Säcke mit Erde geladen.

Wie die Zeitung L'Avenir.net meldet, hatte es auf der Strecke schon zweimal schwere Unfälle mit außer Kontrolle geratenen Lastwagen gegeben.

Erst am Wochenende waren im belgischen Ort Wetteren bei Gent bei der Explosion von drei Chemie-Kesselwagen 93 Menschen verletzt worden. Ein Mann starb.

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