Satellitennavigation auf neuen Wegen

Von: red
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Aachen. Autos, die merken, dass sie auf Kollisionskurs sind und selbsttätig den Bremsvorgang einleiten: Was heute noch wie Science-Fiction klingt, könnte in etwa 20 Jahren Wirklichkeit werden. Und es ist nur ein Beispiel von vielen für neue, intelligente Anwendungen auf Schiene und Straße.

Möglich werden sollen sie durch das neue europäische Satellitennavigationssystem Galileo. Während das amerikanische GPS schon seit Jahren seinen Dienst tut, hat die Europäische Weltraumorganisation ESA begonnen, eigene Navigationssatelliten ins All zu schießen.

Doch welchen Nutzen wird Galileo bringen, wenn am Ende der Aufbauphase 30 Satelliten in rund 23 000 Kilometern Höhe um die Erde kreisen? Wie funktioniert das System, welche neuen Anwendungen bietet es? Muss sich der Käufer eines Smartphones künftig fragen, ob er ein Galileo- oder ein GPS-fähiges Gerät kaufen soll? Und wie kann man neue Geräte und Anwendungen für Galileo entwickeln, wenn das System noch gar nicht in Betrieb ist?

Antworten auf diese und andere Fragen gibt Dipl.-Ing. Björn Schäfer, Projektleiter „Galileo above“ am Institut für Regelungstechnik (IRT) der RWTH Aachen, am Donnerstag, 4. April, ab 19 Uhr bei einer Veranstaltung des VDE Aachen im Hörsaal FT der RWTH Aachen, Melatener Str. 23-25.

Test auf Schiene und Straße

Der Vortrag befasst sich mit dem bestehenden GPS sowie dem zukünftigen Galileo-System. Björn Schäfer erläutert Aufbau und Funktionsweise und stellt bereits existierende Anwendungen vor, thematisiert aber auch mögliche Gefahren. Darüber hinaus stellt er die beiden Galileo-Testgebiete „RailGate“ und „Automotive-Gate“ vor, die unter Führung der RWTH Aachen aktuell in der Region aufgebaut werden. In den beiden Testgebieten werden ab diesem Jahr Galileo-basierte Anwendungen für den Automobil- und den Schienenfahrzeug-Bereich erforscht und entwickelt.

Die Navigationssignale werden in den Testgebieten von Pseudo-Satelliten, sogenannten Pseudoliten ausgestrahlt und ermöglichen bereits jetzt eine hochgenaue dynamische Ortung. So können schon heute Galileo-basierte Anwendungen entwickelt werden, obwohl der Endausbau des Satellitensystems erst für das Jahr 2020 vorgesehen ist.

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