Sahara-Hitze hat die Region fest im Griff

Von: bj
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Wetter Aachen
Auch in Aachen und Umgebung geht es am Mittwoch heiß her. Foto: Michael Jaspers

Aachen/Düren/Heinsberg. Schwitzen, schwitzen, schwitzen: Die Sonne heizt der Region ordentlich ein. Bereits um 11.00 Uhr habe die gefühlte Temperatur an manchen Orten die 40-Grad-Marke geknackt, teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) mit. Die Meteorologen erwarten den bislang heißesten Tag des Jahres. Erst am Abend müssen sich Sonnenfreunde auf Gewitter und örtliche Unwetter einstellen.

In den frühen Morgenstunden hatte der Deutsche Wetterdienst (DWD) noch eine Unwetterwarnung für den Kreis Heinsberg ausgegeben. Nach Angaben eines Polizeisprechers sei man „mit einem blauen Auge davon gekommen“, die Beamten mussten weder Unfälle, noch Schäden aufnehmen. Um kurz nach 6 Uhr wurde die Unwetterwarnung wieder aufgehoben.

Während der Nacht blieben die Temperaturen in der Region vielerorts über 20 Grad. Heiße feuchte Luft sorgte auch am Vormittag in weiten Teilen Nordrhein-Westfalens für Gewächshauswetter. Was manchen Wetterfühligen zu schaffen machte, war die hohe Luftfeuchtigkeit von 60 bis 70 Prozent. „Das reicht für ein ordentliches Gewitter“, sagte eine DWD-Meteorologin. Bereits der Dienstag hatte mit Temperaturen über 35 Grad Deutschland einen Vorgeschmack auf Hochsommer gegeben.

Nach der Regenperiode und dem Hochwasser kommen mit der Sommerhitze nun neue Gefahren, etwa wegen erhöhter Ozonwerte auf Deutschland zu. In Aachen-Burtscheid wurde Dienstagnachmittag mit 149 Mikrogramm je Kubikmeter Luft eine auffällige Ozon-Konzentration gemessen worden. Das teilte das Umweltamt der Städteregion mit. Landessozialminister Stefan Grüttner (CDU) rät: „Halten Sie sich in kühlen Räumen auf, vermeiden Sie körperliche Aktivitäten, halten Sie die Fenster tagsüber geschlossen und öffnen Sie sie erst nachts zum Lüften.” Die stündlich aktualisierten Ozonwerte aller NRW-Messstationen können unter  www.lanuv.nrw.de eingesehen werden.

Die Krankenhäuser der Region stellen sich jedenfalls schon darauf ein, mehr Patienten mit Herz-Kreislaufbeschwerden zu behandeln. In Düren war das allerdings nicht nötig: Für einen vermehrten Andrang in den Notfallambulanzen der drei Dürener Krankenhäuser hat die Hitze am Mittwoch nicht gesorgt. Wie die Sprecher der Häuser auf Anfrage unserer Zeitung mitteilten, habe es nicht mehr Herz-Kreislauferkrankungen gegeben als sonst.

Während Bahnfahrer rechtzeitig checken sollten, ob ihr Zug fahrplanmäßig fährt, können sich viele Schüler auf einen Tag im Freibad freuen: War es in den Klassenräumen wärmer als 27 Grad, dann gab' s hitzefrei.

Doch Abkühlung ist schon in Sicht. „Absehbar wird es erst mal nicht mehr so heiß”, sagte DWD-Meteorologe Marcus Beyer. Spätestens am Donnerstag ziehen laut DWD von Westen Schauer und Gewitter auf. Die Wetterexperten rechnen dann mancherorts mit Sturmböen, Starkregen und Hagel. Zum Freitag sollen die Temperaturen um durchschnittlich zehn Grad fallen.

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