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Sängerin mit Flair: Patricia Kaas kommt zum Monschau-Festival

Von: Sabine Rother
Letzte Aktualisierung:
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Nach acht Jahren des Werbens der Monschauer Veranstalter kommt sie auf die Burg: Sängerin Patricia Kaas. Foto: imago/PanoramiC

Monschau. Die Fans halten den Atem an, die Freunde außergewöhnlicher Events horchen auf, während Festivalmacher Dorit Schlieper und Helmut Lanio einfach nur überglücklich sind: Mit Patricia Kaas, einer der international erfolgreichsten französischen Sängerinnen, wird am Sonntag, 20. August, ein Star die Monschauer Burg-Bühne erobern, der schon sehr lang auf ihrer Wunschliste steht – und zwar ganz oben.

„Es ist kaum zu glauben, aber ich versuche bereits seit acht Jahren, diese Künstlerin für unser Festival zu gewinnen“, gesteht Helmut Lanio, der erst vor ein paar Tagen die definitive Zusage vom Management der Sängerin erhalten hat. Immer wieder kam etwas dazwischen, waren Termin- und Gagenvorstellungen nicht vereinbar mit dem Budget für das Festival vor historischer Kulisse. Unter anderem Lanios Liebe zu Frankreich hat ihn jedoch stets zu neuen Verhandlungen motiviert.

„Monschau liegt schließlich in einem Grenzgebiet, in dem viel Französisch gesprochen wird, wir haben zudem sehr viele internationale Gäste, denen wir mit Patricia Kaas diesmal etwas ganz Besonderes, eben einen internationalen Star bieten können“, betont Lanio. „Ich bin froh, dass wir nie die Bemühungen aufgegeben haben, diese Sängerin für uns zu gewinnen.“

Die erhöhten Kosten für dieses Konzert der Superlative fängt man in Monschau durch eine mäßige Erhöhung der Preise auf. „Bei anderen Veranstaltern kosten die Tickets bis zu 110 Euro, wir bleiben immerhin unter 90 Euro, das ist eine echte Leistung“, betont der Veranstalter. Sonderwünsche? „Die bekommen wir erst später“, meint Lanio. „Aber meistens sind die wirklich großen Künstler recht bescheiden.“

In Monschau wird Patricia Kaas ein Programm präsentieren, das sowohl Elemente ihrer im November 2016 erschienenen frischen Studio-CD „Patricia Kaas“ enthält als auch einen Querschnitt aus dem umfangreichen Repertoire, das seit dem Erscheinen ihres Debütalbums „Mademoiselle chante le Blues“ 1988 einen beachtlichem Umfang erreicht hat und in allen musikalischen Facetten schillert.

Über 15 Millionen Tonträger hat die im lothringischen Forbach im Département Moselle/Frankreich 1966 geborene Künstlerin inzwischen verkauft. Das neue Album ist dabei außergewöhnlich – „Madame tout le monde“, „Embrasse“ oder „La langue que je parle“ sind sehr persönliche Titel, zum Teil mit aktueller Thematik. Das komplizierte und vielfach verunsicherte Leben in Frankreich nach den Attentaten klingt etwa im Lied „Le jour et l‘heure“ auf. „Es weht ein etwas rauer Wind durch diese Songs“, heißt es in einer der Kritiken.

„Wir freuen uns darauf und lassen uns überraschen“, betont Lanio. „Es wird sicher eine interessante Mischung sein.“ Stilistisch gehört die Musik, wie Patricia Kaas sie umsetzt, nicht zum klassischen Chanson sondern bietet eher eine Mischung aus Jazz und Pop – allerdings mit außergewöhnlichem französischen Flair. So hat Patricia Kaas nicht zuletzt mit ihrer Hommage an Chansonlegende Edith Piaf (2009, „Kaas chante Piaf“) und der Produktion „Kabaret“ mit Liedern aus den 30er Jahren beeindruckt, die sie in vier Sprachen (Französisch, Englisch, Deutsch, Russisch) sang.

Markante, subtil brüchige, rauchige Stimme, die sich zwischen Alt und Mezzosopran bewegt, eine hingebungsvoller Bühnenpräsenz, dramatisches Talent, ehrliche Emotionen – so kennt man Patricia Kaas. Die Sängerin wurde übrigens 1985 vom französischen Schauspieler Gérard Depardieu entdeckt – genau diese ungewöhnliche Stimme hatte es ihm angetan.

Er produzierte sogar ihre erste Single – „Jalouse“. Der erste große Kaas-Hit „Mademoiselle chante le blues“ sorgt bis heute für spontanen Applaus bei ihren Konzerten. Die erste Welttournee startete bereits 1990 – die Sängerin war 16 Monate lang unterwegs, erreichte bei 196 Konzerten in zwölf Ländern rund 750.000 Menschen. Das Eifelstädtchen Monschau stand damals noch nicht auf der Liste der Veranstalter. Das wird nun nachgeholt.

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